Stiftung lädt nach Nimwegen zu Debatte über Windkraft im Reichswald ein

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"Bäume oder Windkraftanlagen?" - Debatte der niederländischen Stiftung "Walk of Wisdom"
 
Vorbote von Windkraftindustrie im Reichswald? Windmessmast am Kartenspielerweg (Foto: Odette Boerée)
Kranenburg: Reichswald |

Kranenburg, 15. Oktober 2015 – Nach den Bürgermeisterwahlen Mitte September ist es in der Öffentlichkeit um die Kranenburger Windkraftplanungen im Reichswald verhältnismäßig still geworden. An Fahrt gewinnen dürfte die Diskussion wieder, sobald der Teilflächennutzungsplan Windenergie in diesem Herbst in die zweite Offenlage geht. Hierauf möchte die niederländische Stiftung „Walk of Wisdom“ nicht warten und organisiert am kommenden Dienstag, 20. Oktober in Nimwegen einen Debattenabend zu dem Thema. Andreas Mayer, Ratsmitglied der Gemeinde Kranenburg wird als Befürworter der Windkraftplanungen im Reichswald sprechen. Ihm wird Jeroen Boot, Sekretär der Bürgerinitiative „Gegenwind im Reichswald e.V.“ gegenüberstehen. Die Veranstaltung können sowohl deutsche als auch niederländische Bürger kostenfrei besuchen. Da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt sich eine schnelle Anmeldung.

Hintergrund der Veranstaltung ist ein kürzlich entwickelter, mehr als 130 km langer Pilgerweg im Raum Nimwegen durch die Stiftung Walk of Wisdom. Er führt auch in die Nähe des geplanten rund 200 ha großen Windenergiebereichs im Reichswald, in dem nach dem Wunsch von Wald & Holz NRW sowie der Gemeindeverwaltung Kranenburg schon Ende kommenden Jahres mit großflächigen Rodungen für den Bau von Windkraftanlagen begonnen werden soll.

„Auch unter den Stiftungsmitgliedern, die den Ausbau erneuerbarer Energien an sich befürworten, wird die Frage kontrovers diskutiert, ob die Ziele der deutschen Energiewende eine Industrialisierung von Waldgebieten rechtfertigen“, erläutert Jeroen Boot. „Als Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung soll jetzt sozusagen auf neutralem Boden am Beispiel der Kranenburger Windkraftplanungen über das Für und Wider debattiert werden. Diese Idee der Stiftung begrüßen wir sehr und haben die Einladung gerne angenommen, unsere Position dazu zu erläutern.“ Ursprünglich war die Teilnahme von Bürgermeister Günter Steins an der Debatte vorgesehen und entsprechend im Programm angekündigt worden. Nach der vergangene Woche erfolgten Absage wird nun Grünenpolitiker Andreas Mayer als Befürworter des Großprojekts sprechen.

Programm (Einlass 19.00h, Beginn 19.30h, Droomvilla Lux, Oranjesingel 42, Nimwegen)

19.30h-20.15h: Was auf dem Spiel steht – die Fakten und Meinungen

Einführung, aktueller Stand der Entwicklung erneuerbarer Energien in den Niederlanden
Martijn Messing, Vorsitzender der Stiftung Energiewende Niederlande

Ja zu Windkraftanlagen im Reichswald
Andreas Mayer, Ratsmitglied Kranenburg für Bündnis 90/ Die Grünen

Nein zu Windkraftanlagen im Reichswald
Jeroen Boot, Sekretär Bürgerinitiative „Gegenwind im Reichswald e.V.“

20.15h-20.30h: Pause

20.30h-21.30h: Debatte: Was spricht für Windkraft im Reichswald und was dagegen?
Moderation durch Toine Janssen, Beratungsbüro „De Wijsmakerij“

Während der Diskussion aufkommende Fragen beantwortet Ben Dankbaar, emeritierter Hochschulprofessor Betriebswirtschaft und Vorsitzender des Windparks Nijmegen Betuwe.

„Der Großteil des Programms wird in Niederländisch abgehalten werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Debatte auch deutsche Bürger interessiert. Viele von ihnen verstehen oder sprechen die Sprache“, so Boot. „Wir sind gespannt auf den Abend und freuen uns auf einen offenen Austausch.“

Eine Voranmeldung ist unbedingt erforderlich. Sie kann online auf der Website der Stiftung erfolgen:http://walkofwisdom.org/bomen-of-windmolens-debat-duurzame-energie.html
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