Der Fall Resat Özdemir demnächst in "Aktenzeichen XY... ungelöst"

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Polizeiliches Archivbild der Fahndung aus dem Jahr 2012 zeigt Resat Özdemir aus Velbert.

Zuerst war der Fall Resat Özdemir ein mysteriöser und viele Jahre ungeklärter Vermisstenfall aus dem April 2012 im Kreis Mettmann.

Leiche im Oktober 2016 gefunden

Durch einen Leichenfund im Oktober 2016 in Hattingen wurde daraus ein Tötungsdelikt, welches seither eine Mordkommission, die "MK Blankenstein" beim Polizeipräsidenten in Hagen beschäftigt. Am Mittwoch, 9. August, soll der Fall des getöteten Resat Özdemir aus Velbert, ab 20.15 Uhr bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst", im Abendprogramm des ZDF ausgestrahlt werden. Zur Ankündigung und Vorbereitung darauf gibt die Polizei aus Hagen Informationen zur Veröffentlichung frei: 

Am 8. Okotber 2016 fanden zwei Personen in Hattingen-Blankenstein / Ennepe-Ruhr-Kreis, im Bereich des Naturschutzgebietes Katzenstein einen menschlichen Schädel. Bei weiteren Suchmaßnahmen in dem teils schwer zugänglichen Gebiet wurden weitere Knochen sowie ein stark verwittertes Mäppchen mit persönlichen Dokumenten des Resat Özdemir gefunden. Erste Ermittlungen zeigten, dass Resat Özdemir im Jahr 2012 vermisst gemeldet worden war.

Handy zuletzt in Bochum aktiv

Resat Özdemir hatte die Wohnung seiner Familie in Velbert, an der Uhlandstraße, am 5. April 2012, gegen 19 Uhr verlassen, um sich mit einem Bekannten ein Geschäft in Gelsenkirchen anzuschauen. Sein Handy war zuletzt am gleichen Abend in Bochum aktiv, danach fehlte von Resat Özdemir jede Spur. Bereits 2012 bestand der Verdacht eines Tötungsdeliktes. Es gab keinen nachvollziehbaren Grund, warum er Frau und zwei kleine Kinder im Stich gelassen haben sollte.Der Geschädigte hatte zum Teil große Summen Bargeld gegen hohe Zinsen verliehen. Obwohl er ein bescheidenes Leben führte, war er in seinem Umfeld als privater Geldgeber bekannt. Die Herkunft dieses Bargeldes blieb unklar.


Zeugen gesucht

Bei umfangreicheren Suchmaßnahmen konnte am 12. Oktober 2016 in der Nähe des aufgefundenen Schädels ein Erdgrab gefunden werden. Darin lagen große Teile des fehlenden Skeletts. Die Knochen konnten dem Vermissten mittels DNA-Analyse zugeordnet werden."Resat Özdemir wurde von zu Hause weggelockt und noch am gleichen Tag getötet. Die Leiche wurde zum späteren Auffindeort transportiert und dort vergraben. Das wird nicht einer alleine gemacht haben und hat mit Sicherheit mit seinen Geldgeschäften zu tun", so Tobias Puspas, Leiter der zuständigen Mordkommission der Polizei Hagen. Durch die weitere Öffentlichkeitsfahndung wird nach Zeugen gesucht.

Belohnung ausgelobt

Neben eigenen Beobachtungen könnte es sich auch um Zeugen handeln, gegenüber denen Mittäter, Gehilfen oder andere Personen tatrelevante Angaben gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Klärung des Tötungsdelikts beitragen, eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt.Hinweise werden unter der Telefonnummer (02331) 986-2066 erbeten an die Polizei Hagen, Mordkommission Blankenstein.
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