LSV-Löwen: Vom bissigen Verfolger zur zahnlosen Beute

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LÜNEN. Vom bissigen Aufsteiger, Verfolger und Mitfavoriten auf die Meisterschaft zum zahnlosen Bettvorleger. Die Lüner Löwen, eineinhalb Jahre in ihrer Festung Schwansbell ungeschlagen, jagen keinem Gegner, auch auswärts, mehr Angst ein. Wie können sich die Westfalenliga-Fußballer der Rot-Weißen um ihren Trainer Mario Plechaty in den letzten vier Spielen der Saison noch ordentlich verabschieden?
Fest steht bisher nur: Der Klassenerhalt ist absolut sicher. Mitaufsteiger Concordia Wiemelhausen als Vierzehnter auf dem ersten der drei Abstiegsplätze, hat nur 27 Punkte, kann noch theoretisch mit vier Siegen auf 39 kommen. Der LSV hatte aber schon vor dem 0:2 (Christian Warzian, Rene Richter) vor nur noch 120 zahlenden Zuschauern gegen den Kirchhörder SC um Trainer und Ex-Profi Lothar Huber und dem Ex-LSVer Sascha Rammel schon 41 Zähler.
Sonntag treten die Lüner in Olpe an, dem Achten, der noch rein rechnerisch mit jetzt 37 Punkten in Not geraten kann. Die Sauerländer um Trainer und Ex-Profi Marek Lesniak verloren vor 150 Fans beim Aufsteiger und ebenfalls noch nicht gesicherten FC Neheim (11. mit 32 Punkten) um Trainer Alexander Bruchhage durch ein Tor von Okan Güvercin vor der Pause mit 0:1.
Dann tritt mit dem FC Iserlohn nicht nur der Tabellendritte in Schwansbell an. Mit diesem kommen die Ex-LSVer, Trainer Christian Hampel, Torwart Daniel Dressen und Philipp Herder. Dieses Team setzte sich vor nur 93 Zuschauern bei Aufsteiger FC Lennestadt um Trainer Jürgen Winkler mit 2:1 durch. Für den Gastgeber traf Florian Friedrichs, für den Sieger zweimal Lukas Lenz. Dieser führt jetzt mit 23 Treffern die Torjägerliste der Westfalenliga an. Lennestadt hat mit nur 16 Punkten den Kampf um den Klassenerhalt so gut wie verloren. Iserlohn kann nur noch theoretisch um den Titel mitsprechen.
Im Vorletzten Spiel tritt der LSV beim Schlusslicht Mengede um Trainer Thomas Gerner an. Mit 16 Punkten dürfte das Schlusslicht nicht mehr zu retten sein. Die Talfahrt wurde Sonntag vor nur 68 Fans beim Siebten, dem Ex-2.-Ligisten DSC Wanne-Eickel um Trainer Holger Flossbach, mit einem 0:2 (Stephen Lorenzen, Sven Preissing) fortgesetzt. Beim Verlierer saß der Ex-LSVer, Torwart und Co-Trainer Stefan Gosing, auf der Bank.
Zum Saisonausausklang empfängt der LSV die DJK TuS Hordel. Der Vierte um Trainer Marcel Blieschke hat sich, wie der LSV, aus dem Titelkampf verabschiedet. Beim SV Brackel um Trainer Jörg Lange gab es vor 100 Fans ein 0:3. Zweimal traf der Ex-LSver Mirza Basic, einmal Yamoussa Sylla. Brackel ist als Zwölfter mit 31 Punkten noch nicht ganz gerettet.
Das Spiel des Tages von vor 700 Fans in Holzwickede um Trainer Axel Schmeing statt. Der SCH fertigte Spitzenreiter SC Westfalia Herne um Trainer Christin Knappmann durch Tore von Dennis Schulze-Adler, Marcel Dawe und Sitki Üstun bei einem Gegentreffer von Marko Onucka mit 3:1 ab. Mit zum Siegerteam zählte der Ex-LSVer Karim Bouasker. Nicht dabei war der Wethmarer Dominik Dupke.
Der Endkampf um die Meisterschaft wird spannend. Herne erwartet Sonntag mit 54 Punkten auf der Habenseite Sinsen. Holzwickede ist jetzt nur einen Zähler schlechter und muss zum SV Horst-Emscher.
Dieser setzte sich mit Trainer Willi Schmalz als Vierzehnter vor 273 Besuchern in Wiemelhausen mit 1:0 (Ahmet Tarik Tosun) durch.
Weiter schlug noch Sinsen um Trainer Martin Schmidt als Fünfter vor nur 85 Zuschauern den BV Westfalia Wickede um den Ex-LSVer Marko Schott mit 3:1. Finn-Jona Hennings traf für den Neunten, während Alper Özgen, Timo Schumskie und Elvis Salja für den Sieger erfolgreichen waren. Wickede hat wie Olpe 37 Punkte. Jan-
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