BÜCHERKOMPASS: So this is Performance - Joy Division - Songtexte und Notizen - Ian Curtis

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Das Buch "So this is Performance" bringt dem Leser vor allem dem Künstler Ian Curtis, dem Sänger von Joy Division näher.

Denn während das kurze Vorwort von Deborah Curtis, Ians Witwe, die er 1975 heiratete, noch Einblicke in sein Wesen und die Art, wie er an seine Arbeit, das schreiben von Songtexten, heranging, bietet, konzentriert sich die Einleitung des britischen Musikjournalisten Jon Savage vor allem auf Curtis' Vorbilder. Hier fällt häufig der Name Jim Morrison sowie auch Iggy Pop, aber auch Autoren wie Franz Kafka und H.P.Lovecraft werden genannt.

Savage befasst sich mit der kurzen Karriere der Band und erwähnt dabei auch die düsteren Seiten, die zu Ian Curtis gehören. Dabei bewegt er sich an den Songtexten entlang und stellt Verbindungen zwischen den Lyrics und Curtis' Seelenleben zum Zeitpunkt des Schreiben oder bei bestimmten Auftritten der Band her.

Jon Savage nähert sich dabei behutsam dem Sänger an und stellt unter Beweis, dass er sich mit dem Werk der Band großartig auskennt. Man meint in den zitierten Stellen der Songs förmlich mitzuerleben, auf welchem Weg Ian Curtis sich befand. Vor allem, da man ja weiß, welch tragisches Ende Curtis' Leben nahm.

Den größten Raum im Buch nehmen Abbildungen von Curtis' handschriftlichen Notizen und Songtexten ein. Häufige Veränderungen, Streichungen und Ergänzungen zeigen seine Arbeit zu arbeiten bildlich gut auf.

Den Abschluss bilden die Darstellungen einiger Bücher aus seiner persönlichen Bibliothek sowie Konzertkarten und Flyer aus Curtis' Besitz.

Die deutsche Übersetzung der Songs und Hinweise zu manchen Zeilen sind eine gute Hilfe und sorgen für besseres Verständnis der Texte.

Das Buch ist in großem Format erschienen und viele Abbildungen sind in Farbe. Zusammen mit dem schlichten, aber schönen Einband ist das im Verlag Rohwolt erschienene Werk ein Hingucker im Regal, aber wohl eher für Fans von Ian Curtis' und Joy Division gedacht, als das es eine breite Käuferschaft ansprechen soll.

Lesenswert ist es allerdings auch für Fans der Musik der 1970er-Jahre.
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