Zivilcourage in Marl zeigen, hinschauen, nicht wegschauen!

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Die Einzelpreisträger und die Schülergruppe von der Heinrich-Kielhorn-Schule freuten sich über den Marler Kinder- und Jugendpreis für Zivilcourage. (Foto: Marl)

Wie kann man anderen helfen, denen es nicht gut geht? Indem man Zivilcourage zeigt! Drei Grundschulkinder und eine Schülergruppe haben sich das zu Herzen genommen und sind jetzt mit dem Marler Kinder- und Jugendpreis für Zivilcourage ausgezeichnet worden.
Bei der vierten Auflage des Marler Kinder- und Jugendpreises für Zivilcourage kamen alle Preisträger und Beteiligten im Rathaus zusammen.

Während einer kleinen Feierstunde ehrte die Stadt Marl das außergewöhnliche Engagement der Schülerinnen und Schüler.

Gegen Unrecht und Gewalt einschreiten


Zivilcourage heißt nicht wegsehen, sondern gegen Unrecht und Gewalt einschreiten oder konkrete Hilfe leisten. Die Schüler haben zu ihrer Überzeugung gestanden und entschieden, anderen in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen. Damit haben sie viel Mut und vor allem Zivilcourage bewiesen. Entsprechend dem Motto des Preises – „MarleKiN macht Mut“ – soll der Preis, der in zahlreiche weitere Aktivitäten des Kindernetzes zum Schutz von Kindern und Jugendlichen eingebettet ist, junge Menschen darin bestärken, Zivilcourage zu entwickeln und zu zeigen. „Wir wollen Kinder und Jugendliche motivieren, couragierter und bewusster zu leben“, so Jugendamtsleiter Volker Mittmann.

Die Preisträger


Eine Jury hatte aus mehreren Vorschlägen drei Einzelpreise und einen Gruppenpreis ausgewählt. Beatrice Jarosch ist eine der auserkorenen Preisträgerinnen. Wie die Jury befand, unterstützt die Drittklässlerin der Canisiusschule mit viel Geduld besonders Kinder mit Integrationsbedarf. Beatrice hilft regelmäßig Kindern mit Besonderheiten, die Beeinträchtigungen psychischer oder physischer Natur oder andere kulturelle Hintergründe haben.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Esma Musluer von der Klasse 4b der Pestalozzischule. „Esma ist immer bereit“, urteilte die Jury, „ihren Mitschülern auf sehr fürsorgliche Weise Hilfe anzubieten. Sie sei als Sozialscout ausgebildet, habe einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und „löst auch brenzlige Konfliktsitautionen in ruhiger und neutraler Art“. Der dritte Preisträger im Bunde heißt Ege Bas. Der Junge besucht die dritte Klasse der Canisiusschule und ermöglicht einem Mitschüler, der nicht so am Schulleben teilnehmen kann wie andere Kinder, seinen Alltag weitgehend unbeschwert zu erleben.

Der Gruppenpreis ging in diesem Jahr an die Schülerfirma „SoKo-Live“ (Soziale Kompetenzen live erleben) von der Heinrich-Kielhorn-Schule. Die Schüler der achten bis zehnten Klassen engagieren sich an einem Tag in der Woche im Seniorenzentrum „Am Volkspark“. Die Gruppe plant gemeinsam mit der Pflegeleitung Besuche und greift dabei die Wünsche der Senioren auf. Für alle Preisträger gab es als Anerkennung neben den Urkunden jeweils ein pädagogisch wertvolles Gesellschaftsspiel sowie Karten für Veranstaltungen im Theater Marl.

Kinder- und Jugendpreis für Zivilcourage

Der Kinder- und Jugendpreis für Zivilcourage würdigt das vorbildliche Verhalten von Kindern und Jugendlichen, die sich für andere einsetzen. Der Preis ist im Rahmen des Präventions- und Handlungskonzeptes gegen Gewalt in Marl entstanden, welches mit dem „Landespreis für Innere Sicherheit 2012“ vom Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW ausgezeichnet wurde.
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Monika Wübbe aus Marl | 22.02.2015 | 14:01  
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