Das Bildungszentrum des Handels will Räume der Wilhelm-Raabe-Schule in Marl Hamm ab dem 1. September anmieten.

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Wilhelm-Raabe-Schule (Foto: Marl)

Ab dem 1. September dieses Jahres könnte das Bildungszentrum des Handels (BZH) e.V. einige Räume des alten Schulgebäudes am Bachackerweg anmieten. Der Mietvertrag kann allerdings erst unterschrieben werden, wenn der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 15. Mai grünes Licht dafür gibt.

Partner aus der Bildung

Das BZH hat in Marl bislang am Standort „Lehmbecker Pfad" sein Zuhause. Das soll sich nach Gabriele Bültmann schon bald ändern. „Das Angebot an der Wilhelm-Raabe-Schule passt wie die Faust aufs Auge", erklärt die Geschäftsführerin des Bildungszentrums. Für den jetzigen Standort liefe der Vertrag demnächst fristgerecht aus, die Möglichkeit zur Anmietung der Wilhelm-Raabe-Schule käme daher wie gerufen. Bültmann: „Wir möchten auch weiterhin mit unseren innovativen Projekten und Angeboten direkt vor Ort unterstützen und so wichtige Akzente für den Arbeitsmarkt und die Unternehmen setzen". Das BZH bietet mit seinen Bildungsangeboten und Projekten im Rahmen der Beschäftigungsförderung vielen Menschen aktive Hilfe dabei, im Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen oder sich beruflich weiter zu entwickeln.

Fünf-Jahres-Vertrag

Nach Ansicht der Stadtverwaltung könnte der Mietvertrag mit dem BZH frühestens ab dem 1. September geschlossen werden. „Der Vertrag wäre dann zunächst für fünf Jahre wirksam", erklärt Bernd Stankowiak, Leiter des Amtes Gebäudewirtschaft. „Er kann sich um ein Jahr verlängern, wenn nicht von einer der beiden Parteien vorher gekündigt wird". Das BZH würde laut Stankowiak nicht die gesamten Räumlichkeiten der Schule, sondern etwa 2/3 der zur Verfügung stehenden Fläche anmieten. „Das andere Drittel", so Stankowiak, „könnte von Vereinen oder Gruppen genutzt werden". Die beiden Sporthallen am Standort stünden weiterhin für Sportvereine und Gruppen aus dem Stadtteil Marl-Hamm zur Verfügung.

Ratsbeschluss

Die Stadt Marl ist im Rahmen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen dazu angehalten, Gebäude, die zur eigenen Aufgabenerfüllung nicht mehr benötigt werden, entsprechend zu vermarkten. Bereits im Februar dieses Jahres hatte der Rat der Stadt Marl beschlossen, die Wilhelm-Raabe-Schule mit Ablauf des Schuljahres 2013/14 aufzulösen und mit der Heinrich-Kielhorn-Schule zusammenzuführen. Mit dieser Entscheidung reagierte die Politik darauf, dass die Anzahl der Schüler aufgrund der demographischen Entwicklung deutlich zurückgehen wird und Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf künftig in den Grundschulen und weiterführenden Schulen unterrichtet werden sollen.
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