Flaggen „NEIN zu Gewalt an Frauen“ wehen am Marler Rathaus

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stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Dornebeck (Foto: Stadt Marl)

Marler Frauen haben auch in diesem Jahr wieder Fahnen am Internationalen Aktionstag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ (25.11.) am Rathaus gehisst. Das Fahnenhissen wurde in diesem Jahr von der Marler Gruppe der Frauenrechtsorganisation „Terres des Femmes“, der Initiative „Marler Wege“ und der Stadt Marl veranstaltet. Zum 16. Mal rief TERRE DES FEMMES gemeinsam mit einem solidarischen Protestnetzwerk aus Gleichstellungsbeauftragten, Frauenverbänden, kirchlichen Organisationen, Ministerien, Parteien und vielen engagierten Einzelpersonen dazu auf, am 25. November ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen.


Der Schwerpunkt beim internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November lag in diesem Jahr auf der Forderung nach mehr „geschützten Räumen für Frauen“. Kostenlose Frauenhausplätze unabhängig vom Einkommen, dem Aufenthaltsstatus, Beeinträchtigungen oder Sprachkenntnissen.

Stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Dornebeck

„Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: physische Gewalt, psychische Gewalt und sexuelle Gewalt“, sagte Angelika Dornebeck in ihrem Grußwort. Gewalt gegen Frauen sei nach wie vor ein schwerwiegendes Problem unserer Gesellschaft. Die Zahlen sind in der Tat ernüchternd: In Deutschland ist oder war jede vierte Frau Opfer von häuslicher Gewalt, aber nur jede fünfte Frau wendet sich an unterstützende Einrichtungen. „Es ist wichtig, dass wir als Frauen unsere Stimme erheben“, so Angelika Dornebeck.

Terres des Femmes zu den Forderungen

Weltweit werden rund 35 Prozent aller Frauen verprügelt, vergewaltigt, sexuell genötigt oder erleiden andere Gewalt, wie aus einer im Juni 2013 von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichten Studie hervorgeht. In Deutschland hat jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt durch ihren Partner erfahren. „Wir dürfen nicht länger wegschauen, sondern müssen dafür sorgen, dass Frauen und ihre Kinder geschützt werden“, appelliert Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin der Frauenrechtsorganisation. Besonders gefährdet sind Frauen mit Beeinträchtigungen oder in unsicheren Lebenssituationen. Aus diesem Grund fordert TERRE DES FEMMES in diesem Jahr unter dem Motto „Tür auf! Schutzräume für alle gewaltbetroffenen Frauen“ eine bundesweite, flächendeckende und ausreichende Finanzierung von Frauenhäusern, Zufluchtswohnungen und Beratungsstellen. „Für alle Frauen und ihre Kinder muss es sichere Schutzräume geben – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Aufenthaltsstatus, ihren Beeinträchtigungen oder ihren Sprachkenntnissen,“ erklärt Stolle.

Zum Hintergrund

2001 wehten erstmals Fahnen von TERRE DES FEMMES. Der Tag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft zu entwickeln, gegen Unrecht einzutreten.
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