Kommt Schweinemast-Großanlage vor dem Riegefeld in Alt-Marl?

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Trotz jahrelangen erfolgreichen Widerstands gegen den ekelhaften-SARIA-Gestank, wurde jetzt bekannt, das für eine Schweinemastanlage in Marl Frentrop keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sei. Das heisst vor dem Riegefeld in Alt-Marl könnte eine Schweinemast-Großanlage für Schweine kommen . Die Anlage liegt meiner Meinung dann in der Hauptwindrichtung.

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN
Amtsblatt des Kreises Recklinghausen
Nr. 224/2015 vom 08.12.2015
Bekanntmachung gemäß § 3a des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)
Az.: 70.5 G 562.0001/15/7.1.11.3

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Bekanntmachung

Was ist mit dem Tierwohl?

Schweine sind Gruppentiere. Es gehört zu ihrem natürlichen Verhaltensrepertoire in der Erde nach Nahrung zu wühlen, zu grasen oder ein Schlammbad zu nehmen. Sie sind intelligent, neugierig und äußerst reinlich. Gibt man ihnen die Möglichkeit, wie z. B. bei der Freilandhaltung, trennen sie ihren Liege- und Kotbereich.
Über 90 % der Schweine verbringen ihr kurzes Leben in den Intensivmastställen der konventionellen Landwirtschaft. Eng zusammengepfercht teilen sie sich einen Lebensraum, der tierfeindlicher nicht sein kann. Bis zur Schlachtung leben Mastschweine in unstrukturierten Buchten ohne Einstreu und Beschäftigungsmöglichkeiten. Verhaltensstörungen wie Schwanzbeißen und Kannibalismus sind die Folge eines nicht ausgelebten Erkundungsverhaltens. Das geringe Platzangebot lässt eine Trennung von Liege- und Kotbereich nicht zu. Die Tiere stehen auf glatten, rutschigen Spaltenböden oder liegen über ihren eigenen Exkrementen. Die schlechte Luftqualität führt zu Augen-entzündungen und Atemwegserkrankungen.
Die Tiere können in diesen Größenordnungen nicht ihrem natürlichen Verhalten gemäß untergebracht werden. Auf Betonböden und Gitterrosten entstehen schmerzhafte Entzündungen an Klauen. Der Einsatz von Antibiotika ist absehbar und er wird in neuen Größenordnungen stattfinden. Studien zeigen, dass bei Bestandsgrößen ab 500 Schweinen mehr als 80% der Tiere Träger von Antibiotikaresistenzen sind.
Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 60 Millionen Schweine in den Schlachtfabriken getötet. Jedes einzelne von ihnen fristet ein qualvolles Dasein in einer der vielen Schweinezucht-, Ferkelaufzucht- oder Schweinemastanlagen.
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3 Kommentare
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Udo Surmann aus Herten | 09.12.2015 | 22:29  
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Monika Wübbe aus Marl | 11.12.2015 | 17:40  
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Bianca Wittkowski aus Neukirchen-Vluyn | 11.12.2015 | 20:13  
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