A43: Nächtliche Vollsperrungen

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(Foto: Landesbetrieb Straßen.NRW)
 

Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat diese Information geschickt:
Von Mittwochabend (5.8.) um 21 Uhr bis Donnerstagmorgen (6.8.) um 6 Uhr sperrt die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr die A43 in Fahrtrichtung Münster zwischen dem Autobahnkreuz Recklinghausen und der Anschlussstelle Recklinghausen-Herten, weil Gerüste an dem neu errichteten Brückenbauwerk "Am Leiterchen" über die A43 abgebaut werden müssen. Die Fahrtrichtung Wuppertal wird zur Durchführung dieser Arbeiten von Donnerstagnacht (6.8.) um 21 Uhr bis Freitagmorgen (7.8.) um 5 Uhr gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert. Straßen.NRW nutzt für diese Arbeiten bewusst die verkehrsärmeren Nachtstunden.

A43: Ausbau zwischen Recklinghausen und Bochum

Für die einen ist sie die "wahre Schlagader des Reviers" (noch mehr als die A40), für die anderen ist sie schlichtweg eine ziemlich überlastete Autobahn zwischen dem Münsterland und dem Bergischen Land. Die Rede ist von der A43 von Recklinghausen bis Bochum. Mit mehr als 90.000 Fahrzeugen täglich hat sie längst die Kapazitätsgrenzen einer vierspurigen Autobahn überschritten und soll deshalb wie viele andere Magistralen im Ruhrgebiet auf sechs Fahrspuren erweitert werden. In den nächsten Jahren stehen 22 Kilometer inklusive der Kreuzungen mit A2, A40, A42 und A44 auf dem Programm. Von Norden nach Süden wird in vier Abschnitten gebaut, so der Plan der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr in Bochum; eine anspruchsvolle und komplexe Aufgabe für die planenden und ausführenden Ingenieure, müssen die fertig gestellten Teilstücke doch sogleich die Umleitungsverkehre der später in Bau gehenden Strecken aufnehmen. Das heißt, dass die Bauabschnitte haargenau ineinandergreifen müssen, um den Verkehr während der Bauzeit immer weiter fließen lassen zu können.

Abschnitt 1:


Der Baubeginn für den nördlichsten Abschnitt, von der Anschlussstelle Recklinghausen bis zur Rhein-Herne-Kanal, ist im Herbst 2014 erfolgt. Rodungsarbeiten waren das erste sichtbare Zeichen, dass es losgeht; im April wurde die Brücke "Am Leiterchen" über die A43 abgebrochen, die Brücke "Friedrich-Ebert-Straße" über die A2 folgt im Sommer 2015. 7,13 Kilometer lang ist dieser Abschnitt und soll bis Ende 2019 ausgebaut sein. 202 Millionen Euro kostet der Ausbau, 3,7 Millionen Euro davon sind Grunderwerbskosten. Kompliziert wird dabei vor allem der Ausbau der 400 m langen Emschertalbrücke, die den Rhein-Herne-Kanal, die Emscher und eine Strecke der Bundesbahn überspannt. Das Bauwerk grenzt unmittelbar an den nachfolgenden Ausbauabschnitt der A43 auf Herner Stadtgebiet an.

Abschnitt 2:


Der zweite Abschnitt ist 4,2 Kilometer lang und verläuft vom Rhein-Herne-Kanal bis kurz vor die Anschlussstelle Bochum-Riemke. Größte Herausforderung hierbei ist der Neubau der Autobahnkreuzes Herne, Dauergast zur Rushhour in den Verkehrsnachrichten. Das ist kein Wunder, denn auch auf der kreuzenden A42 fahren in diesem Bereich täglich rund 100.000 Fahrzeuge. Zur Verbesserung des Verkehrsflusses wird im Herner Kreuz ein neues Tunnel/Trog-Bauwerk für den Süd-West Verkehr (Bochum in Richtung Oberhausen) erstellt sowie ein neues Rampenbauwerk. Im gesamten Planungsabschnitt auf dem Stadtgebiet Herne befinden sich 25 Brückenbauwerke, davon müssen 21 Bauwerke aufgrund von Achsverschiebungen, zu geringen lichten Höhen und Weiten und anderen Stützenstellungen neu erstellt werden. Besonders schwierig sind die Erneuerungen von fünf Eisenbahnüberführungen. Davon liegen drei Eisenbahnüberführungen im Zuge der A43 südlich des Herner Kreuzes. Zwei Eisenbahnüberführungen liegen an der A42 westlich des Herner Kreuzes.

Mit 189 Millionen Euro Baukosten wird derzeit kalkuliert.
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