Neururer entlassen, weil Verantwortlichen in Fiege-Brauerei zu lange Nikolaus gefeiert haben

Anzeige
Er kann nicht nur mit dem Ball jonglieren, sondern ebenfalls mit Worten: Kult-Trainer Holger Flossbach.
Zuerst die niederschmetternde Nachricht um die Entlassung unseres Peddar Neururer aus Marl. Da haben die Bochumer Verantwortlichen wohl in der Fiege-Brauerei ein wenig zu lange Nikolaus gefeiert. Anders lässt sich so eine Pils und Korn-Argumentation nicht erklären.

Zurück in Liga 1. Lassen Sie es sich einmal auf der Zunge zergehen: Der Tabellendritte hat zum Tabellenersten genauso viel Punkte Rückstand wie Vorsprung zum Tabellenletzten! Da Augsburg als aktueller Dritter nie und nimmer Meister wird, spielen die also noch gegen den Abstieg. So engmaschig ist die Liga in diesem Jahr.

Flossbachs Bundesliga-Querpass: Hüftsteifer Weidenfeller


Die Bayern kassieren gerade einmal im jeden fünften Spiel einen Gegentreffer. Dem Manu Neuer ist so langweilig im Tor, dass er aus jeder spielerischen Abwehraktion ein künstlerisches Element vollbringt. Hacke, schnibbeln, kappen oder schlenzen. Riesengroß ist sein Repertoire mit dem Fuß. Dass er der BESTE der Welt ist, das braucht keiner Erwähnung mehr.

Der Roman Weidenfeller kann das alles nicht. Hüftsteif und am Ball wenig filigran, aber mit außergewöhnlichen Reflexen ausgestattet, ist er nicht so kompakt wie der Manu. Daher war der Torwartwechsel nicht verkehrt, wenn auch sicherlich nicht endgültig und nicht ausschlaggebend am 1:0-Erfolg der gelben Gefahr. Von Beginn an wurden die Hoffenheimer unter Druck gesetzt.

Und was mir bei den Softwarekickern auf den Senkel geht, ist diese Schauspielerei. Die aus Zuzenhausen, im Kraichgau Programmierten fallen mir zu schnell. Man hat den Eindruck, dass beispielsweise der Volland über die Warze einer Ameise stürzt und einen Freistoß will. Das ist zu viel des Schlechten.

Und meckert mir nicht über den nicht gegebenen Elfmeter (der sicherlich einer war). Denn, dass zuvor nicht anerkannte vermeintliche Abseitstor hätte für die frühzeitige Entscheidung gesorgt und die Zuzenhausener ins Kraichgau kriechen lassen.

Letzte Niederlage der Bayern gab's gegen Augsburg


Die Augsburger machen es richtig. Die genießen den Moment und kleben sich die Tabelle auf die Stirn. Dritter nach 14 Spielen und jetzt kommen die Schlappenschuster aus dem bayrischen Trachtenwald. Die Langweiler mit den 0,21 Gegentreffern pro Spiel. Die Truppe wo der Keeper schnibbeln, schabbern oder knickern darf. Aber Augsburg, aufgepeppt wie sie sind, die können es noch einmal schaffen. Denn die letzte Pleite der rotweißen Weihnachtsmänner gab es nach 53 Spielen ohne Niederlage am 4.4.14 in Augsburg.

In Schalke regiert die Vier! Nullvier, vierter Platz, vier gegen Mainz, vier gegen Stuttgart und vier Monate Wetten, dass. Es ist das neue Schalke, der Umbruch, der Aufbruch oder der Steinbruch. Ich weiß es nicht. Nehmen wir einmal das Beispiel Tranquillo Barnetta. Der spielte vor Matteo so wie ne Rolle Drops. Jetzt, nach zwei guten Spielen, winkt dem Schwizzer Quillo-Qualle ein neuer Vertrag. Vermutlich zu besseren Bezügen.

Am Ende des Tages bleibt die Aussage von Klaus Nuyken, ehemaliger Klassekeeper bei der SpVg Marl. „Die Schalker haben am Samstag nur so hoch gewonnen, weil die Stuttgarter so schlecht waren“.

Wetten, dass...

Ihr Holger Flossbach
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.