Ein rundum gelungenes Kreisschützenfest richtete HBL am Wochenende aus

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    Pünktlich um 16.15 Uhr begrüßte der 1. Vorsitzende Stefan Lorke des Schützenverein Holzen-Bösperde-Landwehr 1857 e. V. als ausrichtender Verein des Jubiläum Kreisschützenfestes die Mitglieder des Kreisschützenbund Iserlohn e. V. und Gäste und übergab das Wort an den Kreisoberst Stefan Tremmel, der das 25. Kreisschützenfest eröffnete.
Nach dem ökumenischen Gottesdienst hieß es "Großer Zapfenstreich" am Haus Kotten mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal. Der Spielmannzug der Freiwilligen Feuerwehr Bösperde und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Heggen bewiesen wieder einmal ihr spielerisches Können.

Die Kreisjungschützen eröffneten um 18.30 Uhr das Schießen. Sebastian Schulte Berge vom BuSV Hüingsen, hat sich mit dem 122. Schuss zum Kreisjungschützenkönig gemacht. An seiner Seite steht Alina Wagner. Doch die erste Steilvorlage lieferte Robin Ksoll vom Schützenverein Holzen-Bösperde-Landwehr 1857 e.V. Mit dem 81. Schuss sicherte sich Ksoll die Würde des Kreisjungschützenvizekönig, der Apfel gehörte Sebastian Schulte Berge , BuSV Hüingsen e. V.(30. Schuss) und das Zepter Philipp Salewski von der Schützenbruderschaft St. Sebastian Sümmern (68. Schuss)

Unter Flutlicht ging das Schießen dann weiter, was allerdings wegen eines Regenschauers etwas später begann. Torsten Köpke-Schwiesau vom Schützenverein 1959 e. V. Menden Platte-Heide ist Kreiskönig vom 25. Kreisschützenfest in Bösperde. Köpke-Schwiesau zeigte sich während des kompletten Schießens als sicherer Schütze vergab keine Chance, dem Vogel das Garaus zu machen. Mit dem 137 Schuss holte er treffsicher den Vogel von der Stange. Torsten Köpke-Schwiesau setzte sich gegen 20 Konkurrenten durch. Nicole Köpke steht als Königin an seiner Seite. Mit dem 103. Schuss sicherte sich Thomas Will von der Schützenbruderschaft St. Sebastian Sümmern die Würde des Kreisvizekönig. Der Apfel gehörte Daniel Mertens, Bürgerschützenbund Menden (29. Schuss)und das Zepter Uli Schmidt, Schützenbrüderschaft St. Michael Oesbern(53 Schuss).

Der Regenschauer konnte die gute Stimmung der Schützen und die ihrer Gäste nicht trüben. Die Sonnenschirme waren große Regenschirme und wer es etwas wärmer haben wollte, fand in der HBL-Schützenhalle einen Sitzplatz oder einen Platz an der 30 Meter langen Theke. Der Schützenverein Holzen-Bösperde-Landwehr 1857 e. V. als Ausrichter des 25. Kreisschützenfestes zeigte sich bereits Samstag als vorbildlicher Gastgeber. Der Spielmannzug der Freiwilligen Feuerwehr Bösperde und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Heggen unterhielten die Gäste bis weit nach Mitternacht.

Der Sonntag begann mit einem Festhochamt in der St. Maria Magdalena Kirche und anschließendem Frühschoppen mit Blasmusik im Festzelt, wo Kreisoberst Stefan Tremmel den 2. Festtag eröffnete.

Um 14.00 Uhr setzte sich der große Festumzug mit mehr als 1300 Teilnehmern in Bewegung, der vor der Parade an der Mendener Bank vom 2. Schriftführer Achim Rose kommentiert wurde. 20 Vereine waren vertreten sowie 10 Spielmannszüge und Kapellen. 40 Kinder wurden als Schilderträger engagiert. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen in der HBL Schützenhalle sowie einen zünftigen Schützenball mit allen Musikkapellen und Spielmannzügen im Festzelt bis in den Abend.

Oberst Rainer Harnischmacher und 1. Vorsitzender Stefan Lorke lobten die enge und äußerst gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Kreisschützenbundes um Kreisoberst Stefan Tremmel.

Zur Geschichte

Am 29. September 1962 fand im Saal der Gastwirtschaft Rennebaum in Hüingsen die Gründerversammlung der Kreisgruppe Iserlohn statt, an dem sich unser Ehrenvorstandsmitglied Günther Niermöller vom Schützenverein Holzen-Bösperde-Landwehr 1857 noch gerne erinnert. Als stimmberechtigtes Mitglied von unserem SVHBL 1857 e.V. nahm Günther Niermöller an der Gründung teil.
Voraus gegangen war der Beschluss des Hauptvorstandes des Sauerländer Schützenbundes, im Jahre 1962 für den damaligen Kreis Iserlohn eine selbstständige Kreisgruppe zu gründen. Entsprechend lud der damalige Kreisoberst des Kreisschützenbundes Arnsberg, Dr. Josef Lösse, die Schützenvereine im Kreisgebiet zur Gründerversammlung der Kreisgruppe Iserlohn ein.

Die dem Sauerländer Schützenbund bereits angehörenden Vereine, BuSV Hüingsen, BSV Lendringsen 1857, BSV Halingen, SBS St. Michael Oesbern 1904, BSV Ihmert 1925 SV und unser Verein Holzen-Bösperde-Landwehr 1857, sprachen sich danach einstimmig für die Bildung der eigenen Kreisgruppe Iserlohn aus. Erster Kreiskönig der Kreisgruppe Iserlohn wurde unser damaliger Oberst und 1. Vorsitzender unseres Schützenvereins Holzen-Bösperde-Landwehr Josef Lehmkuhl. An seiner Seite regierte Theresia Degenhardt mit.

In der ersten Vorstandssitzung im Januar 1963 war beschlossen worden, im Rahmen des Schützenfestes des BSV Lendringsen 1857 am Sonntag, 14. Juli 1963, das 1. Kreisschützenfest zu veranstalten.Dieses Wochenende feierten  die Schützen das 25. Kreisschützenfest, der Höhepunkt im Jubiläumsjahr „55 Jahre Kreisschützenbund Iserlohn“.

Doch das ist nicht das einzige Jubiläum.

Im Juni 1857, vor 160 Jahren, wurde in der damaligen Gemeinde Holzen mit dem Ortsteil Bösperde der Schützenverein Holzen-Bösperde-Neuwalzwerk gegründet. Die aufgestellten Statuten wurden von 191 Personen unterschrieben.

Am 05. und 06.09.1857 wurde das erste Schützenfest gefeiert. Noch heute ziert die Königskette ein silberner Vogel, der im Jahr 1857 in diese Königskette eingefügt wurde.
Drei Jahre nach der Gründung wurde im Jahr 1860 eine erste Fahne angeschafft und im Jahr 1867 bereits das erste Schützenfest im eigenen Zelt gefeiert.

Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges wurde meistens jedes zweite Jahr ein Schützenfest gefeiert. Nach dem 1. Weltkrieg entschloss man sich erst im Jahr 1921 wieder ein Schützenfest zu feiern. Die Landwehr trat als 3. Kompanie 1924 dem Verein bei. Seit dieser Zeit führt der Verein den Namen "Schützenverein Holzen-Bösperde-Landwehr".

Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges wurden glanzvolle Schützenfeste gefeiert. Aber während der Kriegszeit und in den ersten Jahren nach Kriegsende war daran nicht zu denken. Erst nach der Währungsreform im Jahr 1948 beschloss man, wieder ein Schützenfest durchzuführen. Dank des allge-meinen wirtschaftlichen Aufschwungs konnten in den folgenden Jahren viele schöne Feste gefeiert werden.

Jubelkönig zum 100-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 1957 wurde der damalige Bürgermeister der Gemeinde, Ernst Hoffmann. Aus diesem Anlass wurde auch die neue Vereinsfahne (die dritte) gesegnet, die, nach einer Restaurierung im Jahr 2010, noch immer zu den Veranstaltungen mitgeführt wird.

Im Jahr 1962 fand die Gründung der Schießabteilung statt. Diese trainiert regelmäßig auf dem eigenen Schießstand und nimmt an Wettkämpfen auf Stadt-, Kreis- und Bundesebene teil. Im Jahr 1977 wurde die Schießgruppe durch eine Jungschützenabteilung erweitert.

Bis 1974 wurden die Schützenfeste immer auf dem Gemeindesportplatz gefeiert. Nachdem dieser aber instand gesetzt wurde, stellte die Gemeinde dem Schützenverein den jetzigen Platz an der Bahnhofstraße zur Verfügung. Am 19.09.1981 beschloss die Generalversammlung, auf dem Festplatz an der Bahnhofstraße in Bösperde eine eigene Schützenhalle zu bauen. Durch Spenden der Mitglieder konnte diese Halle ohne öffentliche Förderungen errichtet werden. 1994 wurde die Schützenhalle erweitert und bietet seit dem noch mehr Möglichkeiten für Veranstaltungen aller Art.

Aktuell gehören dem Schützenverein ca. 800 Mitglieder an, die sich auf die drei Kompanien Holzen, Bösperde und Landwehr aufteilen. Darunter befinden sich 109 Aktive, die sich in Vorstand, Beirat und Offizierscorps einbringen.

Im Mittelpunkt des Jahres steht jeweils das Schützenfest am ersten Wochenende im Juli.

Darüber hinaus finden folgende Veranstaltungen statt:

- Winterschützenfest
- Karneval
- Oktoberfest
- Seniorennachmittag

In diesen 55 Jahren wurden mehrere Kreisdelegiertenversammlungen und Kreisschützenfeste ausgerichtet. So freuten sich die HBL Schützen, an diesem Wochenende auch Ausrichter des Kreisschützenfestes zu sein und ließen sich nach dem Festzug gemeinsam mit ihren Gästen von den teilnehmenden Musikzügen und Kapellen den "Marsch blasen!".
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