Spannender Jahresendspurt im Kunstmuseum

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Laas Abendroth mit einer seiner Krippen. Durch den Stern aus einem Zollstock erkennt man das Motiv sofort. (Foto: RuhrText)

Die Saison im Kunstmuseum Mülheim biegt auf die Zielgeraden ein. Mit einem Symposium, einer Krippenausstellung und einem Beitrag zu „24 KulTÜRchen“ hat die Einrichtung im Dezember aber noch drei spannende Aktionen zu bieten.


Wer das Jahr eröffnet, der muss es auch beenden: Dementsprechend wird Laas Abendroth (49) noch bis zum Dreikönigstag Weihnachtskrippen der besonderen Art präsentieren. „Arte SEHR povera“ heißt die Ausstellung des Künstlers, der in Mülheim lebt und arbeitet und bereits 2006 erstmals im hiesigen Kunstmuseum ausstellte.

Arte Povera ist der italienische Ausdruck für arme Kunst, die in den 1960er und 70er Jahren entstanden ist. Nach diesem Motto hat Abendroth seit 2004 jedes Jahr eine Krippe aus einfachen, banalen Materialien hergestellt. 2008 baute der Künstler nach einer privaten Renovierung eine Krippe aus Dingen, die sonst im Müll gelandet wären. Das jüngste Exemplar entstand schon am 1. Januar aus Silvesterböllern. „Die Ideen kommen spontan, für die erste Krippe habe ich damals zehn Minuten gebraucht“, erzählt Abendroth.

Warum er sich für das Motiv entschieden hat? „Zweimal drei Figuren und ein Stern – das erkennt jeder sofort als Krippe“, sagt der Künstler. Das Basteln der Krippen ist für Abendroth ein schöner Zusatz zu seiner normalen Arbeit. „Die Ergebnissen sollen auch nicht bierernst genommen werden“, sagt er.

Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunstmuseums ist von den Krippen des 49-Jährigen angetan. „Krippen werden ja sonst oft prächtig dargestellt, dabei zeigt die Geschichte ja, dass sich das Geschehen in einer eher ärmlichen und bescheidenen Umgebung zugetragen hat.

Die Hauptausstellung in der Alten Post beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Künstlerin Hannah Höch. Am kommenden Montag, 5. Dezember veranstaltet das Museum in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen von 9.30 Uhr bis 18 Uhr ein Symposium, das sich mit der Aktualität Hannah Höchs inder zeitgenössischen Kunst und Kunstwissenschaft beschäftigen wird. Gefördert wird die Veranstaltung von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank. Mit 90 Teilnehmern ist das Symposium bereits ausverkauft.

Mit dem Event soll der Austausch zwuschen dem Museum und den benachbarten Hochschulen angeregt werden. „Es wäre schön, wenn wir einen Dialog zwischen den Museen und den Universitäten schaffen und die kurzen Wege nutzen würden“, sagt Dr. Beate Reese.

Teilnahme am "KulTÜRchen"

Außerdem wird das Kunstmuseum am 14. Dezember erstmals an der Aktion „24 KulTÜRchen“ teilnehmen. Dabei wird an jedem Tag in der Innenstadt und in Eppinghofen ein Kalendertürchen voller Kunst und Kultur geöffnet. Das Museum bietet einen 45-minütigen Rundgang durch die Hannah-Höch-Ausstellung an. Anschließend können sich Familien selbst im Schneiden und Kleben versuchen und – in Anlehnung an die Collage-Künstlerin Höch – eine eigene Collage erstellen. Schlechte Nachricht für alle Interessierten: auch ausgebucht!
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