Erster „Tag der eMobilität“

Anzeige
Dr. Hans-Jürgen Weck und Dr. Hendrik Dönnebrink (medl Mülheimer Energiedienstleistungs GmbH). (Foto: PR-Fotografie Köhring/SH)

Gemeinsam mit dem Unternehmerverband Mülheimer Wirtschaft veranstaltete die medl, Mülheimer Energiedienstleistungs GmbH, Ende August den ersten „Tag der eMobilität“ für Geschäftskunden und Unternehmer aus Mülheim. Rund 130 Besucher folgten der Einladung und konnten sich auf dem medl Firmengelände an der Burgstrasse umfassend über die Mobilität der Zukunft informieren und verschiedene Modelle probefahren.

Die Automobilbranche steht derzeit einigen Veränderungen gegenüber. Während die Digitalisierung selbstfahrende Autos ermöglicht, bringen Klima- und Ressourcenschutz die elektronische Mobilität voran. Doch der Markt ist noch im Anfangsstadium. „Die Mobilität der Zukunft bietet auch für den Industriestandort Mülheim grosse Wachstumschancen. Wir wollen, dass die Unternehmen unserer Stadt bei der Entwicklung vorn dabei sind“, erklärt die Geschäftsführerin Kerstin Einert-Pieper vom Unternehmerverband Mülheimer Wirtschaft.

Immer mehr eAutos

Auch für die medl Gmbh ist „eMobilität“ eine Wachstumschance. „Die Anzahl der eAutos auch hier in Mülheim wird in naher Zukunft, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Dieselproblematik, einen viel höheren Anteil im Stadtbild ausmachen, als es heute noch der Fall ist“, erläutert Doktor Hans-Jürgen Weck, einer der beiden Geschäftsführer der medl GmbH. So habe sich die Anzahl der eAutos in Mülheim von 2015 auf 2016 verfünffacht.

„Mit dem ersten Tag der eMobilität möchten wir einerseits ein neues Geschäftsfeld erschliessen und andererseits Kunden und Unternehmen auf die Zukunft der Mobilität vorbereiten. Wir haben Modelle von verschiedenen Herstellern vor Ort, um die Zukunft der Mobilität erfahrbar zu machen“, schildert medl-Vertriebsleiter Jan Hoffmann. Derzeit seien knapp 300 eAutos in Mülheim unterwegs.

Katalysator

Als kommunaler Dienstleister möchte die medl die Rolle als Katalysator übernehmen. So möchte sie Unternehmen bei dem Entschluss eine Flotte von Dienstwagen schrittweise auf die zukunftsorientierte eMobilität in der Innenstadt umzurüsten, unterstützen. Daher bietet sie neben der Beratung und Planung auch die Realisierung zum Aufbau der dafür benötigten Lade-Infrastruktur an. Firmeneigene Stellplätze, grossflächige Parkplätze oder Tiefgaragen können mit Ladestationen in Form von Ladesäulen oder platzsparenden Wallboxen ausgerüstet werden.

Doch die medl beschränkt sich nicht nur auf die Lade-Infrastruktur. Mithilfe von Photovoltaik- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen können die Unternehmen je nach Standort unabhängig vom öffentlichen Netz Strom produzieren. Eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage erzeugt Strom und Wärme gleichzeitig und ist somit nicht nur energieeffizient, sondern auch kostengünstiger. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach kann das Unternehmen eigenen Sonnenstrom produzieren und darüber hinaus überschüssige Energie entweder gegen Vergütung ins öffentliche Netz einspeisen oder im eigenen Stromspeicher für den späteren Verbrauch zwischenlagern.

eAuto als Zweitwagen

In Kooperation mit dem Startup-Unternehmen „Electriclease“ können Interessierte den BMW i3 zu vergünstigten Konditionen testen. Unter www.electriclease.de können einige Interessierte den i3 für knapp 300 Euro im Monat für 2 Jahre leasen. „Als Zweitwagen bieten sich eAutos perfekt für den innerstädtischen Bereich an“, betont medl-Geschäftsführer Doktor Hendrik Dönnebrink. Die durchschnittliche Tagesnutzung eines Zweitwagens liege laut Statistik bei 35 Kilometern. „Bei der aktuellen Reichweite der eAutos von mindestens 150 Kilometern können die Tagesdistanzen problemlos bewältigt werden. Zudem erübrigt sich der Weg zur Tankstelle zwischendurch, da ein längeres Parken zum Laden genutzt werden kann.“

Positive Resonanzen

Das eAutos begeistern können, haben auch schon einige Unternehmer in Mülheim festgestellt. „Die Kollegen sind von dem ersten eAuto in unserem Bestand so begeistert, dass wir heute den zweiten Wagen bestellt haben“, erklären die Geschäftsführer der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft MEG Jürgen Jeppel und Günther Helmich. „Wir haben den ersten Wagen seit Eineinhalb Jahren im Unternehmen und können sagen dass eAutos für den innerstädtischen Verkehr deutlich ausreichen“, erklärt Jürgen Jeppel. Günther Helmich ergänzt: „Daher gibt es meiner Meinung nach keinen Grund eAutos innerstädtisch nicht zu nutzen“.

Auch die Service-, Wohnungsvermietungs- und –baugesellschaft mbH SWB hat schon die ersten eAutos für Ende des Jahres bestellt. SWB-Chef Ulf Lennermann: „Es wird so viel über eMobilität gesprochen, aber um was dazu sagen zu können muss man das selbst ausprobieren“. „Das Fahrgefühl ist völlig neu. Leise, komfortabel, mit einem sehr guten Drehmoment und darüber hinaus auch noch umweltschonender“, teilt Hotelier Karlheinz Noy mit.

Mit dem ersten „Tag der eMobilität“ möchte die medl laut Vertriebsleiter Jan Hoffmann ein deutliches Signal setzen. „In den nächsten Wochen werden wir unsere Aktivitäten im Stadtgebiet noch weiter ausbauen und bleiben gespannt, in welcher Geschwindigkeit weitere eAutos auf Mülheimer Strassen rollen werden.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.