Flüchtlingsunterkunft Am Blötterweg im Juli beziehbar

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Von der Schumannstraße betrachtet werden auf dem Areal bis Juli noch weitere drei Gebäude errichtet.

An die 150 Anwohner waren am Dienstag, 26. April, in die Aula der Katharinenschule zur Informationsveranstaltung „Flüchtlingsunterkunft Blötter Weg“ gekommen - in der Mehrzahl Anwohner der Schumannstraße. Denn betroffen ist vor allem die Schumannstraße, eine ansonsten ruhige Wohn-Einbahnstraße.


Herbert Buck: „Wir haben seit Monaten eine riesige Baustelle vor der Tür. Lärm ab 7 Uhr morgens und Erschütterungen rund um die Uhr.“ Andere Anwohner wollten von den Vertretern der Stadtverwaltung wissen, ob die Schumannstraße der einzige Zugang zur Flüchtlingsunterkunft sein wird. Frank-Peter Buchwald vom ImmobilienService beruhigt: „Es wird aber nur Fußgängerverkehr geben.“

Beigeordneter Ulrich Ernst und sein Team stellten auf der 14. Informationsveranstaltung Daten und Faken vor und stellten sich den Anmerkungen und Fragen. Zurzeit ist erst ein Gebäude errichtet, drei weitere kommen hinzu und ein Hausmeisterhaus im Eingangsbereich. Am 4. Juli wird die Unterbringung an die Verwaltung übergeben, ab Mitte Juli ist sie bezugsbereit.

Das Areal wird – wie auch in anderen Einrichtungen - eingezäunt. 160 Flüchtlinge werden am Blötter Weg unterkommen, so Ulrich Ernst - und das sind Menschen, die schon länger in Deutschland untergebracht sind, erläutert Thomas Konietzka vom Sozialamt. Die Unterkunft Blötter Weg stellt für sie eine Übergangssituation dar, bis die Flüchtlinge eine eigene Wohnung gefunden haben. Konietzka: „Die Menschen werden dort länger bleiben.“ Eine Unterbringung für Flüchtlinge ist dort bis 2019 geplant.

Was im Anschluss mit dem Grundstück geschieht, darüber konnte die Verwaltung keine Angaben machen - auch nicht über Zusammensetzung und Abstammung der Flüchtlinge. Fakt ist aber, dass 92 Prozent der in Deutschland Ankommenden unter 45 Jahre alt sind. „Es handelt sich um eine jüngere Bevölkerung,“ so Ernst.

„Keine Einschränkungen“ für die Kinder auf dem angrenzenden Schulhof hatte die Stadt zugesagt. Diesen Fehler räumt Schulamtsleiter Uwe Alex ein: „Die Schulhofverlagerung haben wir unglücklicherweise nicht mehr geschafft.“ Eine Aufwertung der Schulhofbereichs verspricht aber Frank-Peter Buchwald, Leiter des ImmobilienServices: „Der Schulhof bekommt ein Kleinfeld zum Fußballspielen, eine Fahrradbahn und ein Klettergerüst.“ Leider kann die Umgestaltung erst in den Sommerferien durchgeführt werden, so Buchwald.
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