Neuer Weg auf alter Trasse

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(Foto: PR-Foto Köhring/AK)

Der Radweg Rheinische Bahn wird die beiden Städte Mülheim und Essen miteinander verbinden. Bald kann man von der Uni Essen an der Gruga vorbei bis zum Hauptbahnhof Mülheim durchfahren - und in absehbarer Zeit auch bis zur Fachhochschule Ruhr West an der Duisburger Straße. Am Donnerstag ist dieses Ziel wieder ein Stück näher gerückt: In Essen wurde das letzte Verbindungsstück eingeweiht, in Mülheim laufen bereits die Bauarbeiten.

An der Stadtgrenze zwischen Essen und Mülheim finden die beiden Radwege „Rheinische Bahn“ und „Grugatrasse“ jetzt Anschluss. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat die alte Bahntrasse von der Kreuzung Kaldenhoverbaum/Böhmerstraße in Essen bis zum Frohnhauser Weg in Mülheim zur 1,4 Kilometer langen Rad- und Wanderstrecke ausgebaut. Essens Bürgermeister Rudolf Jelinek, Mülheims Bürgermeisterin Ursula Schröder und RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow eröffneten am Donnerstag das Verbindungsstück.

Fünf Kilometer langer Radweg zum Hauptbahnhof im Bau

Der RVR baut zurzeit außerdem einen fünf Kilometer langen Abschnitt der Rheinischen Bahn vom Frohnhauser Weg bis zum Mülheimer Hauptbahnhof. Die Eröffnung ist für Oktober dieses Jahres vorgesehen.

Bereits seit Anfang des Jahres laufen die Bauarbeiten auf Mülheimer Gebiet. Die Bäume an der Trasse wurden gerodet, ein neuer, zwei Meter hoher Zaun wird errichtet, der Fußgänger und Fahrradfahrer schützen soll, da ein Teil des Radweges paralell zur Eisenbahnstrecke verläuft. In Höhe der Max-Kölges-Straße in der Innenstadt wird eine Rampe die Radfahrer dann hinab zum Dieter-Aus-dem-Siepen-Platz gegenüber des Hauptbahnhofes führen. In einem weiteren Abschnitt soll der Radweg bis 2018 aus der Innenstadt über die alte Eisenbahnbrücke weiter Richtung Duisburg geführt werden.

Der gerade im Bau befindliche Weg zwischen Heißen und Innenstadt wird 4,5 Millionen Euro kosten. 80 Prozent davon übernehmen Land und EU, 20 Prozent der Regionalverband Ruhr.

Radweg wird asphaltiert und bekommt Auffahrrampen

Der Weg auf Mülheimer Gebiet wird aussehen wie der bereits fertiggestellte in Essen. Der vier Meter breite Radweg ist asphaltiert. Daneben befindet sich ein zwei Meter breiter Fußweg aus einer Kiesschicht (einer wassergebundenen Decke), der durch einen halben Meter großen Grünstreifen von der Radstrecke getrennt ist. Der 350 Meter lange Abzweig am Fronhauser Weg zur Gruga-Trasse hat eine drei Meter breite Kiesschicht erhalten.

Neben dem Wegebau umfasst die Baumaßnahme auch die Instandsetzung von zwei Brückenbauwerken (Kaldenhoverbaum und Heißener Straße). Zudem führt der Radweg durch eine etwa neunzig Meter lange Unterführung. Diese wurde aus Sicherheitsgründen mit Lampen ausgestattet.

Vor dem ehemaligen Bahnhof Mülheim-Heißen zweigt ein noch in Betrieb befindliches Gleis in das Gewerbegebiet Rosenblumendelle ab. Der Schienenstrang schließt eine Schrottverwertung und eine Trafostation von RWE an und wird einmal in der Woche genutzt. In Abstimmung mit der Deutschen Bahn wurde an dem Bahnübergang daher ein Sicherheitsgeländer eingebaut.
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