Streik bei real im Hafen wird fortgesetzt

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In der Versammlung am Donnerstag, 26. September, der real-Streikenden von der Weseler Straße wurde einmütig entschieden, den Arbeitskampf fortzusetzen.

„Vor dem Hintergrund, dass heute die Tarifverhandlungen für die Einzelhandelsbeschäftigten in NRW fortgesetzt werden, war dies die richtige Entscheidung“ meint Günter Wolf, der stellvertretende Bezirksgeschäftsführer von ver.di Mülheim-Oberhausen.

Ungewöhnlichen Besuch erhalten heute gegen Mittag die real-
Beschäftigten des Marktes Am Heifeskamp.
Streikende Kollegen aus der Filiale Weseler Straße werden sie besuchen und mit einem offenen Brief dazu auffordern, sich – im eigenen Interesse – der Streikbewegung anzuschließen. Während die Beschäftigten aus dem Markt im Hafen bereits den neunten Streiktag angehen, gilt am Heifeskamp nämlich immer noch die Parole: „Still ruht der See“.
Deshalb ist es der Streikbelegschaft ein wichtiges Anliegen, dort für Solidarität zu werben.

Wolf: „Den Beschäftigten in Dümpten sollte klar sein, dass die Kolleginnen und Kollegen von der Weseler Straße 2008 durch Kämpfe und öffentliche Aktionen in einem breiten Bündnis aus Parteien, Kirchen und Sozialverbänden gemeinsam mit ver.di in Mülheim dafür gesorgt haben, dass in diesem Betrieb überhaupt die Tarifverträge Anwendung finden“.

Die Pläne von real sahen damals vor, eine tariflose III. real-Gesellschaft für neue Märkte zu gründen; mit weniger Lohn, weniger Urlaub und kaum Zuschlägen für ungünstige Arbeitszeiten. „Solidarität ist nun mal keine Einbahnstraße und Tarifverträge fallen auch nicht vom Himmel“, so Wolf. Er hofft darauf, dass sich auch diese Belegschaft der Streikbewegung im Handel anschließt.
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