SWB führt Carsharing in Mülheim ein

Anzeige
Dieser Fiesta ist einer von drei PKW, die in Mülheim geliehen werden können. Thomas Wolf (Autohaus am Hingberg), SWB-Geschäftsführer Ulf Lennermann, Detlef Blase (Ford Carsharing) und Dennis Böttcher (SWB-Abteilung Vermietung) stellten ihn vor. (Foto: PR-Foto Köhring/SH)
 
Detlef Blase, Thomas Wolf, Dennis Böttcher und Ulf Lennermann vor dem neuen Ford Fiesta. (Foto: PR-Foto Köhring/SH)

Carsharing und Wohnungsbau? Das passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Dennoch hat die Mülheimer SWB gemeinsam mit dem Autohaus am Hingberg ein Projekt zum gemeinschaftlichen Nutzen von Autos auf die Beine gestellt – mit Vorteilen für die Mieter.


Carsharing bedeutet, dass sich mehrere Nutzer ein Auto teilen. Dies kommt vor allem für Tagesausflüge, Dienstreisen oder Umzüge in Frage. „Wir haben ja mittlerweile den Quartiersgedanken und denken nicht mehr an einzelne Häuser und da spielt auch das Thema Mobilität eine Rolle“, erklärt SWB-Geschäftsführer Ulf Lennermann.

Große Carsharing-Portale gibt es bereits, doch die Einbindung von SWB und dem in Mülheim ansässigen Autohaus soll eine lokale Verbindung geschaffen werden. Mit „Ford Carsharing“, das wiederum mit „Flinkster“ von der Deutschen Bahn zusammenarbeitet, sitzt aber auch ein großer Anbieter mit im Bord. Statt der Registrierungsgebühr von 49 Euro zahlen SWB-Kunden aber einmalig nur 4,90 Euro.

Drei Autos sind seit dieser Woche in Mülheim postiert: ein Ford Focus am Haferkamp 1 in Dümpten, ein Fiesta am Löwenhof 1, an der Rückseite des SWB-Geschäftsgebäudes, und ein Transit an der Hingbergstraße 135, direkt am Autohaus. Das Procedere funktioniert wie folgt: Mit der Registrierung erhält der Nutzer eine Kundenkarte, mit der er das Auto ver- und entriegeln kann. Im Handschuhfach befindet sich der Schlüssel und eine Tankkarte. Dann kann die Fahrt losgehen. Pro Stunde kostet die Fahrt beim Fiesta für SWB-Kunden nur 2,30 Euro statt fünf Euro, beim Focus sechs und beim Transporter acht Euro. Dazu kommt eine Kilometerpauschale von 19 Cent bzw. 21 Cent beim Transporter. Die Autos müssen am Ende der Fahrt wieder auf ihren Dauerplätzen geparkt werden. „Durch den niedrigen Preis besteht auch eine niedrige Hemmschwelle“, sagt Lennermann.

Nach dem Abschluss der Fahrt sollte mit Hilfe der Tankkarte und auf Kosten des Anbieters mindestens ein Viertel wieder aufgetankt werden. Die übrig gebliebende Zeit, sofern sie nicht voll ausgenutzt wurde, wird zurückerstattet. „Die Wagen werden wöchentlich überprüft und gesäubert. Fallen Schäden an, holen wir sie sofort zu uns,“ sagt Thomas Wolf, Geschäftsführer des Autohauses am Hingberg. Die Autos können freilich von allen Nutzern des Ford Carsharings gefahren werden – dann allerdings zu den üblichen Konditionen.

Autos stehen 24 Stunden zur Verfügung

Für Detlef Blase von der Firma Ford ist die Art des „Autotauschs“ in Zukunft nicht mehr wegzudenken. „Wir werden 2020 fünf Millionen Nutzer haben“, prognostiziert er. Seine Begründung: „Die Autos sind 24 Stunden verfügbar und demnach auch zu Zeiten, wo herkömmliche Verleihstationen geschlossen haben“. Ohnehin wird das Carsharing zunehmend auch nachts durchgeführt. Die Zahl der gewerblichen Nutze ist dabei in der Vergangenheit gestiegen. Auch kleine Firmen können sich oft keinen eigenen Transporter leisten und greifen für Kurierfahrten auf diese Möglichkeit zurück. „Insgesamt haben wir bundesweit eine Auslastung von 46 Prozent“, erklärt Blase. Durchschnittlich werden die Automobile für drei Stunden ausgeliehen. Durch die drei Stellplätze in Mülheim wird das Ruhrgebiet nun noch besser erschlossen sein.

Um auf das neue Angebot aufmerksam zu machen, wird die SWB in Kürze 1500 Anwohner in der Nähe der drei Standort anschreiben.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.