BAMH sagt "Nein" - Kein Sparwille beim Theater erkennbar

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Zum Stand der interfraktionellen Gespräche erklärt die BAMH-Fraktion Folgendes:
BAMH sagt „Nein“ – kein Sparwille beim Theater erkennbar
Eine Zustimmung der BAMH-Fraktion zum Haushalt 2018 und zu den Ergebnissen der Arbeitskreise zum Haushalt 2017 kommt nicht in Betracht. Dieser Entscheidung sind lange und intensive Diskussionen innerhalb der Fraktion vorausgegangen. Letztlich fiel die sie nach der Sitzung des Aufsichtsrates des Theaters an der Ruhr.
Die Ergebnisse der Nachverhandlungen sind nicht ausreichend und sozial nicht ausgewogen.
Zwar gibt es einige Punkte, denen die Fraktion, zum Teil unter Zurückstellung von Vorbehalten, hätte zustimmen können. Das gilt etwa für den Bereich des ÖPNV und der Elternbeiträge, wo die BAMH-Fraktion durch ihre Vertreter eigene und mehrheitsfähige Vorschläge eingebracht hat.
Aber aus sozialer Verantwortung muß es bei der Ablehnung des Etats bleiben. Für die BAMH – Fraktion ist völlig unverständlich, daß einerseits kürzere Öffnungszeiten beim Medienhaus und den Stadtteilbüchereien akzeptiert werden sollen, ein Einstieg aus dem Ausstieg der Subventionen des Theaters an der Ruhr aber verweigert wird.
Während ein elitäres Nischentheater weiterhin mit Millionen gefördert wird, kürzt man insbesondere den sozial schwächer gestellten Mülheimerinnen und Mülheimern den Zugang zur Alltagskultur. Seit Jahren bedauert die Politik die zunehmende Leseschwäche der Kinder. Da sind die Kürzungen der Öffnungszeiten kontraproduktiv.
Keine Bedenken hat man scheinbar auch mit der Kürzung für die WODO – Puppenspiele, während ein Sparwille beim Theater an der Ruhr auch nicht in Ansätzen zu erkennen ist, obwohl wir den anderen Fraktionen beim Thema Theater bis zur Schmerzgrenze entgegengekommen sind und auch eine jährliche Staffelung der Kürzungen angeboten haben.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sind in den letzten Wochen in der Fraktionsgeschäftsstelle erschienen, haben uns Mails geschickt oder angerufen und Leserbriefe an die örtlichen Medien gesandt. Sie alle haben uns aufgefordert, in Sachen „Subventionierung Theater“ hart zu bleiben. Auch diesen Menschen fühlen wir uns in besonderer Weise verpflichtet.
Eine letzte Anmerkung: Frau Dr. Franziska Krumwiede-Steiner (Grüne) hat unseren Einsparungsvorschlag beim Theater insoweit in einem Tweet als „unanständig“ bezeichnet durch den „Hass geschürt“ werde . Das ist nicht der vertrauensvolle Umgang, der innerhalb des Rates bei sachlichen Anträgen gepflegt werden sollte.
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