1. BV Mülheim erwartet ein hartes Stück Arbeit

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Johanna Goliszewski und Judith Meulendijks (rechst) bilden das erfolgreiche Damendoppel (Foto: Wolfgang Brodowski)
Nach dem Sieg am gestrigen Dienstag gegen den amtierenden deutschen Meister, muss der Badminton-Bundesligist 1. BV Mülheim am kommenden Samstag die Reise zum 1. BC Düren antreten. Ein Tag später kommt es in Mülheim zum absoluten Spitzenspiel gegen den Tabellenersten aus dem Saarland, dem BC Bischmisheim.

Und wie immer ist die Dürener Mannschaftsaufstellung eine Wundertüte. Erst wenn die Mannschaft auf das Feld aufläuft kann man erahnen, wie das Spiel verlaufen könnte. Treten sie mit den stärksten Spielern an, sind sie in der Lage, jedes andere Team zu schlagen, wie der 5-1 Auswärtssieg am letzten Spieltag beim TV Refrath eindrucksvoll zeigte. Wird auf den Einsatz der Leistungsträger verzichtet, gehen die Matches deutlich verloren. Mit Beiwen Zhang und Pui Yin Yip hat Düren zwei Spielerinnen im Kader, die unter den Top 25 in der Welt gelistet sind. Auch die Herren stehen dem in nichts nach. So rangiert Rajiv Ouseph derzeitig auf Rang 24 und der Inder Arvind Bhat dürfte nach einem Triumph bei den Yonex German Open im März 2014 in Mülheim allseits bekannt sein. Ebenso sind die beiden holländischen Doppelspieler Ridder und Mass unter den besten 40 in der Welt zu finden. Dennoch zeigt sich BVM-Trainer Boris Reichel vor dem Duell optimistisch: „Ich sehe uns in den Doppelpartien favorisiert. Bei den Einzeln brauchen wir irgendwo eine richtige Topleistung. Einen 4-2 Sieg halte ich für realistisch“.

Tags darauf wartet dann das Spitzenduell schlechthin auf den 1. BV Mülheim. Im Badmintonleistungszentrum (Südstr. 23 , Mülheim) kommt es ab 14:00 Uhr zum Aufeinandertreffen des Tabellenzweiten und des Bundesligaprimus aus Bischmisheim. Viele der besten deutschen Badmintonspieler stehen in Reihen des saarländischen Teams. „Es sagt wohl einiges über die Leistungsfähigkeit des 1. BC Bischmisheim aus, dass alle Herren in der deutschen Nationalmannschaft aufschlagen und auch Olga Konon aktuelle deutsche Auswahlspielerin ist“, so Boris Reichel. Die als Topfavoriten auf den Titel gehandelten Saarländer wollen nach vierjähriger Pause endlich wieder die deutsche Meisterschaft erringen. Defizite sind beim Gegner kaum auszumachen. „Grundsätzlich ist Bischmisheim eine extrem ausgeglichene Mannschaft mit sehr starken Herren. Im Damenbereich kommt es auf die Tagesform an“, wie der Mülheimer Trainer zu den Schwachpunkten des Gegners befragt, durchblicken lässt. Vor einer Herkulesaufgabe steht der Mülheimer Dmytro Zavadsky. Sein Gegner ist kein Geringerer, als der mehrfache deutsche Meister und Weltranglistenachtzehnte Marc Zwiebler. Er ist seit Jahren der beste deutsche Badmintonspieler schlechthin. Der Schlüssel zu einem möglichen Erfolg wird daher nur über die Doppel gehen. Bange machen gilt nicht. Trotz allem strahlt Boris Reichel Zuversicht aus: “Nach den ersten beiden Spielen wissen wir wo wir stehen. Ich hoffe, dass wir beide Doppel gewinnen können. Dann hat Bischmisheim Druck und die Partie ist vollkommen offen.“

Das Mülheimer Publikum darf sich also auf absoluten Spitzensport freuen. Die kommenden Duelle werden eine Art Generalprobe für die in fünf Wochen anstehenden Yonex German Open sein. Ende Februar wird man sich zusammen mit der Weltelite in der RWE-Sporthalle wiedersehen, wenn es sechs Tage lang um das begehrte Preisgeld in Höhe von 120.000 US$ gehen wird.
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