Zu Besuch auf der Rua Hiroshima

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Foto: privat

Eine Gruppe aus interessierten Studenten und Professoren, die an Universitäten in Hiroshima studieren und lehren, kamen zum kulturellen Austausch nach Deutschland und besuchen unter anderem die Kinderhilfsorganisation in Oberhausen. Die Gruppe kooperiert mit dem UNESCO Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Japan und wagt auf ihrer Reise durch Deutschland und die Niederlande den „Blick über den Tellerrand“.

Der Vorschlag, auch das Friedensdorf International zu besuchen, kam von einem Professor, der die Einrichtung durch einen Kontakt zu der japanischen Schule in Düsseldorf und durch die japanische TV-Show „Ururun“ kennenlernte. Seit 1999 kamen der Fernsehsender „TV Man Union“ mit Regisseur Tsuyoshi Kawahara und Chizuru Azuma, eine in Japan sehr bekannte Schauspielerin, mehrmals nach Deutschland, um das Friedensdorf zu besuchen – und das Ganze natürlich mit der Kamera festzuhalten. Die erfolgreiche Schauspielerin veranstaltet u.a. verschiedene Benefizevents und offenbart: „Mein Besuch im Friedensdorf hat mein Leben verändert. Ich verfolge zwei Ziele: zum einen sollen die Besucher der Veranstaltungen auf die wichtige Arbeit für den Frieden aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig möchte ich dabei auch Spenden sammeln.“ Selbst beeindruckt von der Arbeit machten sich am 29. Januar dann 19 Studenten, Professoren und Dozenten auf den Weg nach Deutschland, um sich von der Arbeit des Friedensdorfes selbst zu überzeugen.
Ein herzliches Willkommen erwartete sie bereits auf der Zufahrt zum „Dorf“, denn die Adresse des Friedensdorfes heißt „Rua Hiroshima“. Der Straßenname drückt die tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit zu Japan aus.
Los ging es dann mit einem Vortrag einer japanischen Mitarbeiterin des Friedensdorfes. Sie erklärte die drei Arbeitsbereiche der Kinderhilfsorganisation: medizinische Einzelfallhilfe, Projektarbeit und Friedenspädagogik - viele Fragen konnten gestellt und beantwortet werden. „Es ist toll, dass sich das Friedensdorf in so vielen Bereichen einsetzt. Wenn ich mein Lehramtsstudium abgeschlossen und eine eigene Klasse habe, werde ich von der Arbeit berichten, die hier in Oberhausen geleistet wird.“, sagte eine junge Studentin am Ende des Vortrages. Danach führte die Friedensdorf-Mitarbeiterin die Gruppe durch das Dorf, wo sie nicht nur eine japanische Volontärin trafen, sondern natürlich auch die kleinen Patienten aus Kriegs- und Krisengebieten. „Es ist wunderbar zu beobachten, wie einfach es sein kann, mit so vielen verschiedenen Nationen friedlich zusammenzuleben“, bemerkte ein junger Student.

Zum Schluss bleibt wohl nur zu sagen: 平和 (Frieden auf Japanisch)
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