Flüchtlinge ziehen in ehemalige RWO-Turnhalle an der Landwehr

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Die Turnhalle an der Landwehr wird in Kürze zur Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Das haben der für Sportangelegenheiten zuständige Beigeordnete Frank Motschull und der Bereichsleiter Sport, Hans-Bernd Reuschenbach, den die Halle nutzenden Vereinen schriftlich mitgeteilt.



Zur Begründung heißt es, „die bisher für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten reichen nach den neuesten Erkenntnissen nicht aus, um die in unserer Stadt ankommenden Menschen unterzubringen. Der Druck auf Städte und Gemeinden, helfend tätig zu werden, hat in den vergangenen Tagen nochmal deutlich zugenommen. Die zuständige Bezirksregierung wies deshalb die Kommunen des Regierungsbezirks Düsseldorf an, für das Land NRW kurzfristig weitere Gebäude oder Flächen als Erstaufnahmestellen zur Unterbringung von Flüchtlingen bereitzustellen und einzurichten.
Da öffentliche Gebäude für diesen Zweck in Oberhausen derzeit nicht mehr zur Verfügung stehen und freie Flächen zum Aufstellen von Zelten nach Beratung der im Rat der Stadt vertretenen Parteien nicht präferiert werden, muss kurzfristig eine weitere Turnhalle als Ersteinrichtung zur Aufnahme von Flüchtlingen eingerichtet werden.“Der Sportbetrieb in der Halle ist laut des Schreibens ab sofort bis auf Weiteres eingestellt.

Unterbringung von 120 bis 150 Personen


Wie seitens der Verwaltung am späten Donnerstagnachmittag mitgeteilt wurde, sollen in der rund 600 qm großen Turnhalle rund 120 bis 150 Personen untergebracht werden. Hierzu muss die Halle mit Betten, Trennwänden, Waschmaschinen etc. ausgestattet, haustechnischer und Sicherheitsdienst organisiert und der Brandschutz geprüft werden. Die Aufstellung und der Betrieb von Küchen- und Aufenthaltszelten wird vom Deutschen Roten Kreuz organisiert. Schulen und Vereine wurden bereits informiert.
Der Zeitrahmen ist eng: „Da wir ab der nächsten Woche mit ca. 150 weiteren Flüchtlingen rechnen, muss die Turnhalle bis Montag hergerichtet sein“, so Sozialdezernentin Elke Münich.

Bezirksregierungbenötigt weitere 1200 Unterbringungsplätze


Darüber hinaus, so die Verwaltung, liegt der Stadt ein weiteres Amtshilfegesuch vor: Die Bezirksregierung benötigt kurzfristig 1200 Unterbringungsplätze. „Derzeit können wir der Bezirksregierung nur anbieten, die Belegung der drei vorhandenen Erstaufnahmeeinrichtungen in der Fröbelschule, der Stötznerschule und der Hauptschule Eisenheim zu verdichten“, stellt Sozialdezernentin Elke Münich die aktuelle Situation dar.
Weitere Alternativen werden geprüft wie die Vennepoth- und Josefschule, leerstehende Baumärkte, Verwaltungsgebäude, Kirchen und Gemeindezentren. „Diese Standorte stehen uns jedoch nicht kurzfristig, das heißt bis nächste Woche nicht, zur Verfügung, da bspw. Brandschutzauflagen erfüllt oder die Frage der sanitären Einrichtungen geklärt werden muss“, so Immobiliendezernent Jürgen Schmidt.
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