Grüne gegen Öffnung der Fußgängerzone

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Foto: Archiv

Anlässlich ihrer Fraktionsklausur in Bad Neuenahr hat sich die Grüne Ratsfraktion auch intensiv mit den Zukunftsperspektiven für die Sterkrader Innenstadt beschäftigt, die eine in Aussicht stehende Teilnahme am Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadtteilzentrum“ bietet.

„Wir stehen zu unserer Position, dass eine Öffnung von Teilen der Fußgängerzone für den Autoverkehr die dringend notwendige Revitalisierung der Sterkrader Innenstadt konterkarieren würde“, so die Sprecherin der Grünen in der Bezirksvertretung Sterkrade, Birgit Axt. „
Eine angemessene Verkehrserschließung für Anlieger besteht bereits, auch ohne Durchgangsverkehre zuzulassen. Auch sind genügend Haltemöglichkeiten für körperlich eingeschränkte BürgerInnen vor den Arztpraxen in der Innenstadt vorhanden.“, ergänzt Axt.
Nach Ansicht von Regina Wittmann, planungspolitische Sprecherin der Ratsfraktion „führt das Beharren auf die Befahrbarkeit zu Zielkonflikten, die es zu vermeiden gilt. Es lenkt davon ab, die als dringend erforderlich erachtete Stärkung der Aufenthalts- und Freiraumqualitäten sowie die Verweildauer ernsthaft anzugehen.“
„Die Potenziale, die es in Sterkrade zu entwickeln gilt, liegen im Erhalt möglichst autofreier Räume und ihrer qualitätsvollen Weiterentwicklung für die Bedürfnisse von Anwohner und Passanten. Gleichzeitig sollen die Rahmenbedingungen für den Anlieferverkehr optimiert werden“, so Wittmann. Um die Attraktivität der Umgebung zu erhöhen und mehr Kunden zu binden, soll die anspruchsvolle Gestaltung des öffentlichen Raums zur Erhöhung der Aufenthaltsqualitäten für Fußgänger und Radfahrer durch Spielplätze, Grün- und Wasserflächen auf den Weg gebracht werden. Hier gilt es, das Augenmerk besonders auf die städtebauliche Qualität der Eingangssituationen und Wegeführung von den ÖPNV-Haltepunkten in den Innenstadtbereich zu lenken.
Es könne nicht oft genug betont werden, dass der Lückenschluss der Straßenbahnlinie 105 auch in diesem Zusammenhang eine einmalige Chance für Sterkrade darstelle, so Wittmann abschließend. Dabei sei die direkte Anbindung von und nach Essen nicht zu unterschätzen.
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