OGM wird geprüft

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Die OGM betreibt unter anderem den AquaPark. Foto privat
Oberhausen. Die Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) steht möglicherweise vor massiven Veränderungen. Seit Montag untersucht das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG die 100-prozentige Stadttochter, die in den vergangenen Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten ist.
Umstritten ist - vor allem aus Sicht der Opposition im Stadtrat - auch OGM-Geschäftsführer Hartmut Schmidt, dessen Rücktritt mal mehr, mal weniger in den Raum gestellt wird. Diese Diskussion hat sich vor allem im Verlauf der Aufarbeitung der sogenannten "Handy-Affäre" intensiviert und war auch ein zentrales Thema im zurückliegenden Oberbürgermeister-Wahlkampf. Die Affäre kann man letztendlich auch als ausschlaggebend für die jetzigen Untersuchungen ansehen, die allerdings das Konstrukt "OGM" als Ganzes auf den Prüfstein bringt.
Bis Ende des Jahres durchforsten die Fachleute der KMPG das Unternehmen. „Ergebnisoffen“ wie es heißt. Nahe liegend ist aber die Einschätzung, dass es die OGM zumindest in der jetzigen Struktur in Zukunft nicht mehr geben könnte.
„Der Wunsch und Auftrag der Menschen in unserer Stadt spiegelt sich in dem einstimmigen Ratsbeschluss wider, der das Ziel hat, strukturelle Veränderungen zu ermöglichen“, erklärte Oberbürgermeister Daniel Schranz auf WA-Anfrage. Macht aber auch deutlich: „Die Gutachter sollen nicht nur Mängel aufzeigen, sondern auch konstruktive Lösungen anbieten.“
Laut Ratsbeschluss sind dabei fünf mögliche neue Organisationsformen der OGM Gegenstand der Untersuchungen: die teilweise Übernahme der Aufgaben durch die Stadt, die Verlagerung von Aufgaben auf andere Gesellschaften der Stadt, die Übertragung von Aufgabengebieten an Dritte, die Verschmelzung der OGM mit anderen städtischen Gesellschaften oder die vollständige Rekommunalisierung der Aufgaben der OGM.
Letzteres ist die Forderung der Linken, der Fraktionsvorsitzender Yusuf Karacelik sagt: "Die 90 Millionen Euro im Jahr, die der OGM zur Verfügung stehen, werden nicht hinreichend kontrolliert."

Hintergrund: Die Aufgaben der OGM umfassen die Instandhaltung und Vermietung der städtischen und eigenen Gebäude sowie den Betrieb der Schwimmbäder in Sterkrade und Oberhausen und weitere Freizeiteinrichtungen. Dazu kommen die Grün- und Sportanlagen, Parks und das Tiergehege im Kaisergarten.
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Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 09.09.2016 | 17:25  
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