Am Ende doch souverän

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Matthias Bramkamp - Topscorer in Heilbronn
 
Jorian Ilbrink - Der niederländer auch mit einer weltklasse Barrenübung in Heilbronn

KTTO/TC 69 gewinnt beim Aufsteiger aus Heilbronn 46:22

Als André Sauerborn seine Reckübung beendet hatte, war es für ihn und seine Mannschaftskameraden am Ende doch ein souveräner Sieg beim Aufsteiger der KTV Heilbronn. Knappe 400 Kilometer machten sich die Turner von Siegfried und Sydnee Ingendorn auf Weg den dritten Sieg im dritten Wettkampf unter Dach und Fach zu bringen. Erstmals in der Vereinsgeschichte ging man dabei als Tabellenführer in der 2. Bundesliga in einen Auswärtswettkampf und die Motivation war hoch diese auch gegen die Turner aus Heilbronn zu verteidigen.

Zu viele Fehler am Pauschenpferd

Bei gut gefüllter Halle und einem leider nicht immer so fairen Publikum, im Vergleich zu den Zuschauern bei den Bundesligaevents in Oberhausen, musste das KTTO/TC 69 am Boden vorlegen. Mit zwei sauberen Übungen von André Sauerborn und Jorian Ilbrink konnten sie die beiden stärksten Bodenturner der Heimmanschaft mit insgesamt nur vier verlorenen Scorepunkten gut in Schach halten. Somit war der Weg offen für Mirco Osting und Matthias Bramkamp gegen schwächere Kontrahenten das Bodenturnen am Ende noch mit fünf zu vier für die Oberhausener Riege zu entschieden. Die Taktik von Cheftrainer Siegfried Ingendorn ging damit genau so auf, wie er es sich vorher zurecht gelegt hatte, denn die Heilbronner wiesen mit ihrem englischen Gastturner Reiss Beckford in der Summe ein paar Zehntel mehr in den Ausgangswerten auf.
Doch das Pauschenpferd, das wohl stärkste Gerät der KTTO- Recken, sollte an dem Tag nicht so ganz auf der Seite der Oberhausener sein. Gleich drei, der vier Turner mussten das Gerät einmal verlassen und enorme Abzüge in Kauf nehmen. Im ersten Duell ging dies noch für Matthias Bramkamp gut aus, da er im Ausgangswert mehr als Überlegen war als sein Gegner. Bei Ilbrink und Sauerborn hingegen, konnten die Heilbronner mit ihren einfachen Übungen an diesem Gerät die Fehler der Gäste besser nutzen. Nur Kai Berner konnte seine Form an diesem Gerät zeigen und holte ein Unentschieden in seinem Duell. Das Resultat am Pferd ging damit vier zu sechs an die KTV Heilbronn.

Ab Ringe rollte der KTTO- Express

Doch ab den Ringen sollte sich der Wettkampf zu einer klaren Angelegenheit entwickeln. Ab diesem Gerät zeigten die Turner aus dem Ruhrgebiet, dass vor allem ihr souveränes Auftreten bei ihren Vorführungen ein Garant des bisherigen Erfolges darstellt. Hinzu kam noch die in der Summe zu leichten Übungen der Heilbronner Turner, die zwar ebenfalls gute Leistungen zeigten, aber im Endeffekt ohne Fehler der KTTO- Turner keine Chance hatten. Das Ringeturnen endete mit 13:4, der Sprung mit 6:3, der Barren mit 9:3 und das Reck mit 9:2 Scorepunkten.

Sydnee Ingendorn sah die Vorstellung am Pauschenpferd nach dem Wettkampf als gute Lehrstunde „Ich denke, dass es mal sehr wichtig war zu sehen, wie die Mannschaft reagiert, wenn eines unserer stärksten Geräte verloren geht. Denn das kann uns jetzt bei den großen Brocken der Liga auch passieren. Und im Endeffekt bin ich mit der konzentrierten und kämpferischen Leistungen nach dem verkorksten Pferdauftritt sehr zufrieden.“
Matthias Bramkamp konnte am Ende noch das T-Shirt als Topscorer des Wettkampfes in Empfang nehmen und mit seinen 20 erzielten Scorepunkten wurde er zudem bester Punktesammler der Liga an diesem Wettkampftag.

Sehr schwere Aufgabe bei der TSG Grünstadt steht bevor

In der nächsten Woche geht es für das KTTO nach Grünstadt zur dortigen Turngemeinschaft. Die Wettkämpfe zwischen den beiden Teams erwiesen sich in den letzten Jahren immer als spannende Duelle bis zum letzten Gerät und auch in diesem Jahr besteht ein hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich dies wiederholen könnte.
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