New Baskets - Noch Luft nach oben

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NBO-Archivfoto Peter Hadasch

Oberhausen. Es war wahrlich keine leichte Aufgabe, die Stefan Mienack als neuer Headcoach des Damen-Basketball-Bundesligisten evo New Basket vor Saisonbeginn übernahm.

Mit Lea Mersch, Ramona Tews und Mo Reid waren lediglich drei Spielerinnen der Vorsaison geblieben, um die herum ein komplett neues Team gebildet werden musste. Umso erstaunlicher, dass die Mannschaft in der Vorbereitung einen Sieg nach dem anderen einfuhr - und das gegen ernstzunehmende Gegner.

Danach wurde jedoch deutlich, dass Test- und Meisterschaftsspiele zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind. Beim Season Opening kassierte evo NBO gegen die TH Wohnbau Angels eine deutliche 57:76-Auftaktschlappe. Nach der tollen Heimpremiere gegen Freiburg folgten drei weitere Niederlagen gegen Herne, Chemnitz und Halle. Besonders bitter verlief die Partie gegen Chemnitz, in der Lea Mersch verletzungsbedingt fehlte, da zuvor ein Schlüsselbeinbruch diagnostiziert worden war. Zum Glück stellte sich bei einer zweiten Untersuchung heraus, dass es sich doch nur um eine Prellung handelte.

Wendepunkt dank Pokalsieg


Einen Wendepunkt zum Guten markierte dann der hart erkämpfte 77:67-Erfolg in der zweiten Pokalrunde bei den Avides Hurricanes. In der Folge lief es auch in der Liga besser und evo NBO konnte drei von vier Begegnungen für sich entscheiden.
Ein Wermutstropfen war der Meniskusriss, den sich die erfahrene Iva Grbas vor dem Marburg-Spiel zuzog. Grbas fiel für den Rest des Jahres aus, ab Anfang Januar soll sie kontinuierlich wieder an die Mannschaft herangeführt werden. Da die letzten drei Meisterschaftsspiele des Jahres gegen die Avides Hurricanes, Saarlouis und die Wohnbau Angels verloren gingen, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge nur zwei Punkte.
Dennoch rangieren die Oberhausenerinnen auf Rang acht und damit auf einem Play-off-Platz. Zudem ist evo NBO noch im Pokal vertreten, im Viertelfinale geht es am 4. Januar in der Halle Ost gegen die Rhein-Main Baskets - keine schlechten Aussichten, um zum dritten Mal innerhalb den letzten vier Jahren das Final Four zu erreichen.
„Die Mannschaft hat im Laufe der Hinrunde gut zueinander gefunden und eine positive Entwicklung gezeigt. Gerade die vielen neuen Spielerinnen sind allmählich dabei, ihre Rolle im Team zu finden“, so NBO-Headcoach Stefan Mienack. „Allerdings müssen wir noch durchsetzungsstärker, konsequenter und abgezockter agieren, um auch Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte ärgern zu können.“
Personelle Veränderungen am Kader zu Beginn des neuen Jahres sind nicht geplant. Ein Ersatz für Iva Grbas wird nicht gesucht, da Mienack auf das Comeback der Kroatin baut.
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