Spitzenspiel bei den 69ers

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Jugend Regionalliga 2 U11 weiblich: Sterkrade 69ers – Osterather TV 54:73 (19:34)

Wenn der Erste gegen den Zweiten spielt, verspricht dies schon vorab, eine spannende Begegnung zu werden. Nach dem Spiel der Hinrunde müsste die Angelegenheit aber weit weniger knapp werden, als die Platzierungen dies vermuten lassen könnten. Im Hinspiel verlor Sterkrade deutlich mit 39 Punkten Differenz.

Doch waren die 69ers nach dem Durcheinander der letzten Woche und mehreren Gesprächen im Training sowie einer stark geänderten Einstellung wieder erstarkt. Es gelang, den Spaß und die Lust am Basketball erneut in den Vordergrund zu stellen. Die Mädchen hatten den Kampfgeist wieder gefunden, keine wollte sich so einfach geschlagen geben.

So oder so konnte Sterkrade am heutigen Spieltag nur gewinnen, vielleicht nicht das Spiel, aber auf jeden Fall an Selbstvertrauen und Mut. Die Mädchen wollten von sich aus alles geben, das war ab der ersten Minute zu sehen. Das erste Viertel konnte knapp gehalten werden, mit nur drei Punkten im Rückstand (11:14) ging es in das zweite Viertel.

Zu Beginn des zweiten Viertels war die Luft erstmal ein wenig raus. Osterath konnte sich ein wenig absetzen und bis zur Halbzeit den Vorsprung auf 15 Punkte ausbauen. Dennoch hat es in dieser Saison noch kein Team geschafft, den Favoriten so ins Wanken zu bringen. Eine grandiose Leistung der Oberhausenerinnen. Halbzeitstand 19:34

Das Konzept, die stärkste Osterather Spielerin zu stoppen, gelang zwar, allerdings zu einem schlimmen Opfer. Emma erhielt bereits in der 14. Minute ihr fünftes persönliches Foul, etwas ungerechtfertigt, 2-3 Aktionen hätte man durchaus auch laufen lassen können. Insgesamt war das Schiedsrichtergespann ziemlich unhomogen. Einer der beiden meinte sich wohl in einem U17 oder Seniorenspiel, zumindest nach der Regelauslegung, die er verfolgte. Bisweilen waren die Entscheidungen sogar dafür zu hart oder einfach falsch. Emma hat sich für das Team geopfert, was ihr den Respekt und die Anerkennung des gesamten Teams einbrachte. „In der kommenden Woche wird sie wieder zeigen, was wirklich in ihr steckt“, so der Coach, „ich bin mir sicher, sie kann es jetzt schon kaum erwarten.“

Wer jetzt meint, das Spiel wäre gelaufen, sollte sich von den 69ers eines Besseren belehren lassen. Es folgte das beste Viertel des gesamten Spiels. Zum ersten Mal in der Saison sollte Osterath ein Viertel verlieren. Hier stachen aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung besonders Sophia und Zümra heraus. Erstere spielte das Spiel ihres Lebens. Die Distanzwürfe fanden ihr Ziel im dritten Viertel gleich dreimal in drei Minuten, unterbrochen von einem weiteren Dreier von Zümra. Satte 24 Punkte erzielten die 69ers allein in diesem Viertel. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle auch Rebecca, die heute komplett konzentriert durch das gesamte Spiel ging und sich selbst mit zwei Körben im dritten Viertel belohnte. Das Viertel endete mit 24:21 für Sterkrade zum Zwischenstand von 43:55.

Bis zur 6. Minute des letzten Viertels konnte Oberhausen das Tempo noch mitgehen und den Abstand sogar auf 10 Punkte verkürzen. Nun war die Luft aber endgültig heraus. Osterath hatte es ab da leichter, an den Korb zu kommen und konnte schlussendlich das Spiel mit einem Viertelstand von 11:18 nach Hause fahren. Alle Mädchen haben heute alles gegeben, was sie hatten, manche sogar noch etwas mehr. Viele sind über sich hinausgewachsen. Auch Charlotte nutzte ihre heute leider nur wenigen Chancen konsequent und erzielte dann auch den sehnlich gewünschten Dreier. Da aber ein Basketballspiel nicht nur aus Offense besteht, haben ALLE Spielerinnen ihren Anteil an dem heutigen tollen Ergebnis, ob sie nun Punkte beisteuern konnten oder nicht. Das Team gewinnt, das Team verliert, heute haben alle gewonnen.

Fazit: Es ist toll zu sehen, wie rasant sich die Mädchen weiterentwickeln. Eine supertolle Leistung mit einem heute doch noch ganz klein bisschen besseren Gegner, der aber an seine Grenzen gehen musste, um das Spiel zu gewinnen. Mit diesem Ergebnis im Rücken kann es nun mit Spaß und Elan an die kommenden Aufgaben gehen. Der Coach freut sich riesig mit den Spielerinnen und ebenso auf den Rest der Saison. „Mädels, ich bin stolz auf euch. GEEENAAUUUUU SOOOO!!!!“

Es spielten und trafen (laut offiziellem Spielbericht):
Sudenaz, Zeyneb, Ela, Nilay, Rebecca (4), Sophia (29), Zümra (17), Charlotte (4), Emma
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