Ruhrfestspiele: Alpensinfonie in Bildern - überwältigend

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Leider können wir nicht alle Impressionen von "Eine Alpensinfonie in Bildern" zeigen. (Foto: Tobias Melle)
Perfektion kann einem den Atem verschlagen. "Eine Alpensinfonie in Bildern" war schlicht so überwältigend, dass sie manchen Gästen bei den Ruhrfestspielen die Tränen in die Augen trieb.

Nach der Musik von Richard Strauss verzauberten, verblüfften, berührten, erheiterten und beunruhigten die visuellen Impressionen, die Tobias Melle von der alpinen Großartigkeit eingefangen und zu einer Bilderreise komponiert hat.
Bergmassive, Täler und Wälder im Wandel der Jahres- und Tageszeiten. Perspektivwechsel. Kamerafahrten. Mal Riesenpanorama, mal Mikrofotografie wie diese: Auf Seerosen glitzern Wassertropfen. Großaufnahme des Tropfens, Teile des Tropfens...
Perfekte Dramaturgie und Spannungssteigerung.

Pure Natur, grandiose Musik

Nur ein Mensch kommt - und das auch nur kurz - vor: Ein älterer Bauer mit wettergegerbten Gesicht, dessen weißer Bart um den Mund herum von Nikotin verfärbt ist. Sonst beherscht eine Stunde lang die Natur alles. Besonders die Menschen im Großen Haus. Beide Vorstellungen waren ausverkauft.

Es muss ungeheuer anstrengend sein, was die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster so bravourös geleistet hat, nämlich anspruchsvolle Musik synchron zu einer komplizierten Bliderfolge zu spielen. Alles live, nichts kann man schneiden, wiederholen oder neu einspielen. Ein Theatergenuss, der alles, was man im Kino oder Fernsehen an "special effects" erlebt, alt aussehen lässt.

Mir hat "Eine Alpensinfonie in Bildern" sogar noch besser gefallen als im vergangenen Jahr die konzertante, bebilderte "Russlandreise". Das will etwas heißen.
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