Landesgartenschau: Jury bereiste das Emscherland

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So könnte das Emscherland 2020 aussehen. (Foto: Emschergenossenschaft)

Nun wird es ernst: Die Jury der Landesgartenschau-Kommission hat am die Region besucht und sich in den Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten das Emscherland angeschaut.

Die Jury verschaffte sich damit einen Eindruck von dem Areal, wo in fünf Jahren die Landesgartenschau „Emscherland 2020“ steigen soll. Die Bewerbung der vier Städte und der Emschergenossenschaft sieht ein 18 Kilometer langes blau-grünes Band entlang der Emscher vor. Im Jahr 2020 soll damit auch ein Ausrufezeichen hinter das Generationenprojekt Emscher-Umbau gesetzt werden. Die Renaturierung der einstigen Köttelbecke ist eines der Kernthemen der „Emscherland.2020“-Bewerbung.

Los ging es mit der Bereisung im Osten des Emscherlandes, auf der Wartburginsel in Castrop-Rauxel. Zusammen mit den vier Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten präsentierte die Emschergenossenschaft zunächst das gemeinsame Konzept für die Landesgartenschau an der Emscher.

Nach der Einleitung ging es mit Bussen zum zentralen Ausstellungsort von „Emscherland 2020“ im Bereich des Wasserkreuzes an der Stadtgrenze Castrop-Rauxel/Recklinghausen. Weitere Stationen der Bereisung: u.a. das Emscherkunst-Werk „Walkway and Tower“ in der Brandheide (Recklinghausen), der Stadthafen Recklinghausen, die ehemalige Kläranlage der Emschergenossenschaft in Herne-Nord (von wo aus man einen faszinierenden Blick sowohl auf die Baustellen des Emscher-Umbaus sowie auf die Halde Hoheward hat) und das Anwenderzentrum an der Halde Hoheward in Herten.

Unter dem Motto „Wasser. Wege. Wandel“ bietet „Emscherland 2020“ den Besucherinnen und Besuchern eine erlebnisreiche, nachhaltige und impulsgebende Landesgartenschau und feiert zugleich den krönenden Abschluss des Dekadenprojekts Emscher-Umbau. Neben dem landschaftlich vielseitigen Ausstellungsgebiet, dem breiten gärtnerischen Programm und einmaligen Attraktionen, zeichnet sich die Schau vor allem durch die nachhaltigen Effekte aus, die sie für die Region und ihre Bewohner bedeutet. Ein blau-grünes Band entlang der Emscher wird die vier beteiligten Städte dauerhaft miteinander verbinden und so eine neue grüne Infrastruktur geschaffen: Fuß- und Radwegenetze, Promenaden, Balkone und Brücken entstehen und bleiben auch nach der Ausstellungsdauer der Bevölkerung erhalten.

Das Konzept


Die Städte wenden sich dem 2020 abwasserfreien Fluss zu und profitieren von neuen Freizeit- und Erholungsbereichen. Die Landesgartenschau bedeutet eine dauerhafte Aufwertung der Stadt- und Landschaftsräume entlang der Emscher. Damit beschreitet die Landesgartenschau „Emscherland 2020“ völlig neue Wege. Mit den blau-grünen Bändern, die entlang der Emscher mit ihren Grünzügen die vier Kommunen miteinander verbinden, leistet diese Landesgartenschau-Konzeption einen beispielhaften Ansatz grüner Infrastruktur.

Im Jahr des zehnjährigen Jubiläums der Kulturhauptstadt Europas, RUHR.2010, besitzt „Emscherland 2020“ das Potenzial, eine ähnliche Strahlkraft und Breitenwirkung zu entwickeln, wie es das Kulturhauptstadtjahr im Ruhrgebiet getan hat. Die Landesgartenschau bedeutet ein Großereignis für die Region, welches sich durch das breite Einzugsgebiet des Ruhrgebietes, der Emscherregion und darüber hinaus schnell zum Besuchermagneten entwickeln kann. Die IBA Emscherpark und die RUHR.2010 haben gezeigt, welche Wirkung von solchen Großereignissen ausgehen kann. „Emscherland 2020“ kann durchaus in dieser Tradition gesehen werden. Durch die Einbindung der nachhaltigen Umgestaltung der Emscher symbolisiert es im besonderen Maße die Chancen des Strukturwandels.
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Lutz Heinemann aus Recklinghausen | 25.10.2015 | 16:13  
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