Rosemarie Kaltenbach und der DGB haben viele Gemeinsamkeiten

Fanden viele Gemeinsamkeiten im Gespräch (v.r.n.l.): Karin Wolk, Rosemarie Kaltenbach, Mark Rosendahl.
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Rheinberg. Als Bürgermeisterin wird sie überparteilich sein, denn Parteiprogrammatik und -politik sind mit diesem Amt nicht vereinbar, sagt Rosemarie Kaltenbach. Und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist wiederum keine Organisation, die politische Empfehlungen ausspricht. Aber so viel steht fest: Als sich die SPD-Bürgermeisterkandidatin Rosemarie Kaltenbach jetzt mit Karin Wolk, der Vorsitzenden des DGB-Ortsverbandes für Rheinberg und Umgebung, und Mark Rosendahl, Organisationssekretär des DGB Niederrhein, zum Gespräch zusammengesetzt hat, gab es eine Menge Übereinstimmungen.
„Mehr Miteinander“ ist das Motto der 55-jährigen Bürgermeisterkandidatin - keine leere Phrase. Im Laufe des Wahlkampfes hat sie mit vielen Gruppierungen und Verbänden gesprochen. Das Gespräch mit dem DGB sehe sie als Auftakt für die weitere Zusammenarbeit. „Gewerkschaften haben eine große Bedeutung für die Arbeitnehmer.“ Karin Wolk und Mark Rosendahl hatten die Einladung gerne angenommen, schon mit dem noch amtierenden Bürgermeister Hans-Theo Mennicken „haben wir einen guten Austausch gepflegt. Auch, wenn wir nicht immer einer Meinung waren“.
Die Qualität der Arbeit ist für die Gewerkschafter ein Thema, das ganz oben auf der politischen Agenda steht. Nach zehn Jahren SGB II, besser bekannt als Hartz IV, bestehe ein großer Reformbedarf, gerade im Hinblick auf die Menschen, die seit langem im Leistungsbezug seien. Der soziale Arbeitsmarkt ist ein Punkt, der auch Rosemarie Kaltenbach umtreibt. Erst vor kurzem hatte sich sie im Haus der Generationen am Annaberg ein Projekt für Langzeitarbeitslose vorstellen lassen. Für viele Menschen sei der Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt schwierig, da gebe es Hemmnisse, bedingt durch Biografie oder Ereignisse im Leben, sie würden Hilfe brauchen, um wieder Fuß zu fassen. „Eine lange Arbeitslosigkeit“, ergänzt Mark Rosendahl, „kann in manchen Fällen zu einer Deformierung der Persönlichkeit führen.“
Zum 1. Mai gibt es Kundgebungen des Dachverbandes der Gewerkschaften in der Umgebung, in Rheinberg selbst möchte er einen anderen Schwerpunkt setzen. In diesem Jahr gab es erstmals zum internationalen Frauentag am 8. März eine gemeinsame Veranstaltung von DGB und Stadt. „Dies sollte eine Tradition werden“, wünscht sich Karin Wolk und stieß bei Rosemarie Kaltenbach auf offene Ohren. „Am 8. März sollte der politische Gedanke, der hinter dem Frauentag steht, mehr als früher in den Vordergrund rücken.“ Karin Wolk, Mark Rosendahl und Rosemarie Kaltenbach können sich gut vorstellen, bei Bedarf und je nach Schwerpunktthema auch noch weitere Partner mit ins Boot zu holen.
Partner sind für Rosemarie Kaltenbach, Karin Wolk und Mark Rosendahl auch in anderen Bereichen wichtig: Positiv werden die Möglichkeiten der interkommunalen Kooperation vor allem bei der Ausweisung von Gewerbeflächen und Ansiedlung von Firmen und Arbeitsplätzen gesehen.
Drei von vielen Punkten, die bei diesem Termin zur Sprache kamen. Aber egal, ob es um TTIP, Ausbildungsplätze oder Flüchtlinge ging, am Ende des Gesprächs hatten sich viele Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten herauskristallisiert.

Autor:

Carmen Friemond aus Dinslaken

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