Zur Rettung eines Schwelmer Wahrzeichens

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Werben für den Erhalt der Christuskirche (von links): Baukirchmeister Hans-Joachim Fettke, Arno Kowalewski und Pfarrer Rainer Schumacher. Um die KIrche sanieren zu können, wird die evangelische Gemeinde Spendengelder benötigen.

Die Christuskirche in der Schwelmer Altstadt muss saniert werden. Um zumindest einen Teil der Kosten decken zu können, ist die Evangelische Kirchengemeinde auf Spendengelder angewiesen – unter anderem durch eine Kalenderaktion.

Arno Kowalewski ist Schwelmer durch und durch. Er ist in der Stadt groß geworden, hier zur Schule gegangen. Seit rund zehn Jahren fotografiert er Schwelmer Motive. Fotografien, die er von der Christuskirche gemacht hat, zieren nun einen Kalender für das kommende Jahr. „Ich habe mitgemacht, weil ich von Schwelm begeistert bin“, erläutert Kowalewski. Die Begeisterung schlägt sich nun in den Fotografien nieder, die den Kalender zieren.

So pitoresk die Schwelmer Altstadt auch sein mag, die Christuskirche nimmt nicht nur als Sakralbau eine Sonderstellung ein. Imposant ragen die beiden Kirchtürme in die Höhe. Haus Martfeld, das Ibach Haus – seitdem die Brauerei verschwunden ist, kommt den übrigen Gebäuden mit historischem Anstrich eine umso größere repräsentative Bedeutung zu. „Die Kirche“, unterstreicht Baukirchmeister Hans-Joachim Fettke, „ist schon ein Wahrzeichen für Schwelm.“

Und die Zukunft dieses Wahrzeichens ist gefährdet. „Das Fundament, auf dem der Südturm steht, befindet sichg auf einem Kalkfelsen von der Größe eines VW-Busses“, erklärt Fettke. Schwelm liegt in ediner sehr wasserreichen Region. Das Wasser spült den Kalkfelsen Stück für Stück aus – zu Lasten der Statik der Christuskirche.

Sichtbare Zeichen sind Risse in und an der Kirche. Diese zu beheben, sei Kosmetik. Um Schäden vom Gebäude dauerhaft abzuhalten, ist eine Sanierung unumgänglich. Dies haben Experten der Kirchengemeinde bescheinigt. Und die Sanierung kostet viel Geld. „Das Gutachten hat die Gemeinde schockiert“, sagt Fettke. Rund 1,3 Millionen Euro wird man in die Hand nehmen müssen.

„Wir werden das nicht alleine stemmen können“, sagt Fettke. „Wir können nur an die Spendenbereitschaft der Schwelmer appellieren.“ Ende Oktober/Anfang November wird man sich zusammensetzen und entscheiden, ob saniert wird oder nicht.

Fällt das Votum negativ aus, wird ein Rückbau der Kirche wohl unumgänglich.Der Kalender kostet 15 Euro und in den Buchhandlungen Kamp und Köntgen sowie im Gemeindebüro, Potthoffstraße 40, erhältlich.
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