Sinken jetzt die Müllgebühren?

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Schwelm: Kreisverwaltung | Diese Entscheidung fiel dem Kreistag leicht: Er beschloss eine Gebührensenkung für die Restmüllentsorgung um etwa acht Prozent. Damit wird ein Preisvorteil weitergericht, denn der Dienstleister Eko-City berechnet ab dem 1. Januar 15 Euro weniger pro Tonne. Ob und in welchem Umfang die reduzierte Restmüllgebühr bei den Bürgern ankommen wird, ist allerdings offen, gesteht die Kreisverwaltung freimütig. Das hänge von von Entscheidungen in den jeweiligen Rathäusern ab.
Die Entsorgungskosten machen nur gut die Hälfte der zu zahlenden Müllgebühr aus. Die andere Hälfte wird für das Einsammeln und Transportieren fällig.
Das Preisniveau bleibt ansonsten stabil: Sowohl die Tarife pro Tonne als auch die Gebühren für private Anlieferungen von Sperrmüll und Biomüll, Altreifen oder Mineralfasern an den Umladeanlagen bleiben unverändert. Einzige Ausnahme: Der Tonnenpreis für Bauschutt steigt auf 55 Euro.
Zur ab 2015 bestehenden Verpflichtung, Bioabfälle getrennt zu sammeln, heißt es in der jetzt beschlossenen Vorlage: „Kein Handlungsbedarf“. Die Biotonne gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis bereits seit 1992.
Biomüll wird seit Anfang 2013 zu Strom vergoren. Eine von der AHE im Auftrag der Kreisverwaltung für 15 Millionen Euro gebaute und betriebene Anlage verarbeitet jährlich rund 25.000 Tonnen zu 4,5 Millionen Kilowattstunden.
Dies entspricht dem Jahresverbrauch von 2.000 Haushalten, verbunden mit einem Weniger von 4.000 Tonnen Kohlendioxid. Mit dieser von vielen Experten und Umweltfachleuten als vorbildlich bewerteten Verwertung der organischen Abfälle sind für den Bürger Mehrkosten von 1,37 Euro pro Einwohner und Jahr verbunden.
Für 2015 rechnet der Kreis mit rund 84.950 Tonnen Hausmüll, davon sind 47.900 Tonnen Restmüll, 11.500 Tonnen Sperrmüll und 25.550 Tonnen Biomüll. Dazu kommen aus privaten Haushalten weitere 19.000 Tonnen Altpapier, rund 425 Tonnen so genannter Problemabfälle, 450 Tonnen Kühlgeräte und 1.660 Tonnen Elektrogeräte.

Auf den Recyclinghöfen: Wer Abfall an einem der beiden Recyclinghöfe abgibt, zahlt 20 Euro für Rest- und Sperrmüll sowie für Bauschutt und Abbruchabfälle und 7,50 Euro für Biomüll. Altreifen kosten pro Stück 5 Euro. Für Garten- und Parkabfälle steht weiterhin ein Rabattsystem zur Verfügung. 25 Euro erlauben die fünfmalige Anlieferung.
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