Historischer Roman: Neues Buch von Gerhard Gröner

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Sprockhövel: Buchladen |

Geboren auf der Schwäbischen Alb, seit 25 Jahren Wahl-Niedersprockhöveler, hat Gerhard Gröner jetzt nach drei Büchern seinen ersten historischen Roman „Rotes Donaumoos“ vorgelegt.

Sein erstes Werk „Salz in der Lebenssuppe“ entstand noch in Süddeutschland und ist längst vergriffen. Von seinem zweites Werk „Grüß Gott Wuppertal“ gibt es nur noch wenige Exemplare, sein drittes Werk „Sprockhöveler Geschichten“ hat der STADTSPIEGEL damals bereits vorgestellt. Noch nie hat Gerhard Gröner aber einen historischen Roman mit über 600 Seiten geschrieben.
„Es war gar nicht beabsichtigt, so ein dickes Buch zu schreiben und ich habe dem Verlag auch mehrfach angeboten, das Buch zu kürzen. Das aber wollten die Lektoren nicht. Sie hielten es genau so für stimmig und so ist es halt so geblieben“, erzählt Gröner beim Besuch zu Hause.
Erstmal der Titel: „Rotes Donaumoos“. Da taucht das erste Fragezeichen auf. „Donaumoos nennt man auf der Schwäbischen Alb einen Landstrich, der eigentlich ein Donaumoor ist“, lacht Gröner. „Und die Farbe rot steht hier für Leid, Blut und Tod. Es passieren viele Dinge im Moor, die damit zu tun haben.“ Auch das Titelbild ist von Gerhard Gröner, der in Sprockhövel und darüber hinaus sich auch als Künstler einen Namen gemacht hat. Dieses Titelbild heißt Feuer dominiert Wasser“. Eigentlich ist es ja umgekehrt, doch Gröner liebt Ungewöhnliches, Kontrastreiches und Nachdenkswertes.
Der Inhalt des Buches ist über viele Jahre aus einer Zettelschublade entstanden. Hier eine Idee zu Papier gebracht, dort eine Erzählung vom Großvater gehört. Irgendwann wurde mehr daraus. „Es ist eine Familiengeschichte vor der Frage, wie sich eine Familie entwickelt, wenn der Großvater Anhänger kriegerischer Auseinandersetzungen ist, der erstgeborene Sohn, der später den Hof übernehmen soll, aber enterbt wird, weil er Pazifist ist. Und auch dessen Sohn wird Pazifist, während die nachfolgende Generation sich dann wiederum für die Bundeswehr und einen Einsatz in Afghanistan entscheidet. Der Roman hat autobiographische Züge, aber es ist auch einiges erfunden, sonst wäre es ja kein Roman.“
Richtig sind allerdings die vielen historischen Fakten, für die Gröner ausgiebig recherchiert hat. „Es ist auch ein zeitgeschichtlicher Roman, der die Stimmungen und Gefühle in den jeweiligen Generationen beschreibt.“ Ausgangspunkt der Familiensaga sind der Knecht Hans Geyer und die Magd Apossonia Renzer, die durch verschiedene glückliche Umstände nach dem Ersten Weltkrieg in den Besitz des Kopfberghofs kommen und diesen fortan als Bauern bewirtschaften. Die Familiengeschichte behandelt einen Zeitraum von 120 Jahren.

Der Roman ist im Geest-Verlag unter dem Titel „Rotes Donaumoos“ erschienen. Gerhard Gröner liest aus seinem Werk am Donnerstag, 27. November, 19 Uhr, im Buchladen Niedersprockhövel.

Seine Frau hat das Werk übrigens noch nicht gelesen. „Das Buch war in der Entstehung für mich wie ein ungeborenes Kind. Man kann es erst angucken, wenn es geboren, in diesem Fall erschienen ist.“ Und Gröner selbst will sein Werk auch noch einmal komplett lesen – allerdings mit etwas zeitlichem Abstand.
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