Verzögerung: Bau des Radschnellwegs Ruhr vorerst gestoppt

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Keine Autos, keine Fußgänger, dazu keine Umweltbelastung: Der Radschnellweg ist ein Traum vieler Radfahrer des Landes. (Foto: Peter Obenaus/AGFS)

Ein in Folge einer EU-Verordnung seit Dezember 2016 geltendes Bundesgesetz verzögert den Ausbau des Prestige-Projektes Radschnellweg Ruhr (RS1). Wie die Stadt Essen nun bekannt gab, befindet sich ein Betrieb entlang der Strecke auf dem Stadtgebiet, welcher eine Umweltverträglichkeitsprüfung unumgänglich macht.

An diese Prüfung, die im April 2017 beginnen und mindestens neun Monate dauern soll, wird sich zudem ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren anschließen. Genaue Angaben zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Bauarbeiten sind demnach nicht möglich.

Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs Nordrhein-Westfalen: „Der RS1 hat bundesweiten Vorbildcharakter. Wir fordern, dass der RS1 zügig und - auch bei alternativer Streckenführung - ohne Qualitätseinbußen für die Radfahrer weitergebaut wird. Dazu müssen sich jetzt alle Beteiligten von Stadt und Land zusammensetzen und nach Lösungen suchen anstatt die Planung zu verzögern.“

Auch Ina Scharrenbach, CDU-Abgeordnete für Kamen, Bergkamen und Bönen, äußerte sich zum Stopp des Projekts: „Der Ruhr-Radschnellweg soll zu einer Entlastung von Straßen und damit der Umweltbelastungen beitragen. Ausgerechnet dieses Projekt stolpert jetzt über die erforderlichen, langwierigen Umweltverträglichkeitsprüfungen.“

Der Ausbau des Radschnellweges in Richtung Mühlheim wird planmäßig weiter geführt.
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