„Die Velberter halfen früh“

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Zum siebten Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo waren zahlreiche Vertreter aus dem Kosovo angereist, darunter der Botschafter und der Generalkonsul des Kosovo und der Bürgermeister der Stadt Podujeva. Empfangen wurden sie unter anderem von Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka, Volker Münchow (MdL), Manfred Bolz (CDU) und weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft. (Foto: Ulrich Bangert)
Gegründet wurde der Freundschaftsverein Velbert-Produjeva bereits im Jahr 2009 - zehn Jahre nach Kriegsende. Damals reiste zum ersten Mal eine Delegation aus Velbert in den Kosovo. Jetzt machten die Kosovaren anlässlich des siebten Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung einen Gegenbesuch.

Genau genommen heißt der Verein: Verein zur Gründung und Förderung der Städtepartnerschaft Velbert-Podujeva. Was dahinter steckt, erklärt Gründungsmitglied Volker Münchow (MdL) so: „Eine Städtepartnerschaft ist auch immer mit finanziellen Verpflichtungen verbunden. Ein Freundschaftsvertrag dagegen geht keine finanziellen Verpflichtungen ein, unterstützt und fördert die Städtepartnerschaft aber ebenso auf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene.“

Der erste Hilfskonvoi kam aus Velbert


Man habe die freundschaftlichen Beziehungen in den vergangenen Jahren intensiviert und hoffe noch in diesem Jahr den Freundschaftsvertrag mit dem Kosovo im Rat der Stadt Velbert beschließen zu können.
Vier Tage Zeit nahm sich die Delegation aus dem Kosovo für den Besuch in Velbert. Man besichtigte den Landtag in Düsseldorf, traf sich mit Velberter Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister, besichtigte die Unternehmen HuF und Hofius und natürlich beging man den Jahrestag bei einer festlichen Jubiläumsveranstaltung in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.
Die Freundschaft der Velberter Bürger zum Kosovo besteht schon seit unmittelbar nach dem Kriegsende. Hierzu erinnert sich Rrahmann Islami,Vorsitzender des Freundschaftsvereins Velbert-Produjeva: „Die Velberter halfen früh nach Kriegsende. Der erste Hilfskonvoi, der in Produjeva eintraf, kam tatsächlich aus Velbert.“ Fahrzeuge des Velberter Unternehmers Bernd Hofius brachten die dringend benötigten Hilfsgüter und Lebensmittel in den Kosovo. Auch das Benzingeld und das Geld für die Fähre übernahm damals die Spedition Hofius, erinnert sich Islami. Ein Konvoi des Klinikums Niederberg mit 30 Kartons mit Medikamenten war ebenfalls unter den ersten Hilfskonvois.
Diese frühe Hilfe ist den Kosovaren in guter Erinnerung geblieben und ihre Wertschätzung sei groß, so Münchow. Vernetzungen auf Schulebene, wie auch unter den Unternehmen der beiden Städte seien hilfreich und unterstützenswert. Diese Bestrebungen wolle man auch in Zukunft auf politischer wie auch auf bürgerschaftlicher Ebene weiter ausbauen.
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