Rumänische Einbrecherbande festgenommen

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Foto: Polizei

Beute im Wert von über 474 000 Euro machten insgesamt elf rumänische Männer im Alter zwischen 19 und 35 Jahren, die in der Zeit zwischen Oktober 2013 und Februar 2014 in NRW, unter anderem in Velbert, ihr Unwesen trieben.

Die Männer lernten sich teilweise im Ausland kennen und beschlossen, gemeinsam nach Deutschland zu fahren. Das teilt die Polizei mit. Dort trafen sie auf weitere Landsleute und planten, mit Einbrüchen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie hielten sich in einem Haus in Essen auf, waren jedoch nicht amtlich gemeldet. Ihren täglichen Bedarf an Lebensmitteln und anderen Gegenständen besorgten sie sich durch Diebstähle. Ihre Autos tankten sie, indem sie anderen Fahrzeugen Benzin abzapften.

Die größere Beute erlangte die Bande dann durch Einbrüche in Juweliergeschäfte, Parfümerien, Verbrauchermärkte, Baumärkte und andere Geschäfte. Nicht selten nutzten sie dazu gestohlene Fahrzeuge, mit denen sie in die Schaufenster und Türen der Geschäfte fuhren, um danach die Auslagen leer zu räumen. Im Anschluss an die Blitzeinbrüche steckten sie teilweise die gestohlenen Autos in Brand, um Spuren zu verwischen. Bei ihren Beutezügen erlangten die Einbrecher Parfum, Schmuck, Bekleidung, Zigaretten, Werkzeuge, Kupfer und Computer. In Velbert werden der Bande Benzindiebstahl am 23. Februar und ein Einbruch in eine metallverarbeitende Firma am 24. Februar 2014 zur Last gelegt.

Die Ermittler des Polizeipräsidiums Recklinghausen nahmen die Bande nach Blitzeinbrüchen in Datteln und Waltrop in den Fokus. Allein bei dem Juwelier in Datteln erbeutete sie Schmuck im Wert einer sechsstelligen Summe. Die Beamten werteten Spuren von verschiedenen Tatorten aus, führten sie zusammen und erkannten Zusammenhänge. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen: "Intensive Ermittlungen führten nach und nach zu weiteren Mitgliedern der Bande und brachte deren Arbeitsweise ans Tageslicht.". So hatten die Mitglieder verschiedene Aufgaben. Dies erstreckte sich von der Planung der Einbrüche über das Ausbaldowern, das Einbrechen selbst bis hin dazu, dass das Diebesgut an Hehler weitergegeben wurde oder in die Heimat geschickt wurde. Zwischenzeitliche polizeiliche Kontrollen oder Festnahmen von einzelnen Einbrechern führten nur zu einer kurzfristigen Verunsicherung der Bande. Nach kurzer Zeit setzten die verbleibenden Bandenmitglieder ihre Einbrüche ungehemmt fort. Im Februar klickten dann auch für die letzten Einbrecher die Handschellen. Die Ermittler fanden in den genutzten Wohnungen noch umfangreiche Beweismittel, unter anderem Diebesgut, das aus Einbrüchen stammte.

Insgesamt konnten der Bande bisher 36 Einbrüche in NRW nachgewiesen werden. Sechs Beschuldigte sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen freut sich über den Erfolg der eingesetzten Sonderkommission: "Den Einbrechern ist damit erst einmal das Handwerk gelegt. Die Beamten der Soko haben in sorgfältiger Kleinstarbeit auch über unsere Behördengrenze hinaus viele Einbrüche geklärt."
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