Sturmeinsätze und Kohlenmonoxid-Vergiftung in Velbert

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(Foto: Feuerwehr Velbert)
 
(Foto: Feuerwehr Velbert)
Insgesamt fünf Mal musste die Velberter Feuerwehr seit Sonntagnachmittag wetterbedingt ausrücken. Zunächst rückte die hauptamtliche Wache am Sonntag um 17.22 Uhr zu einem Gefahrenbaum an der Schmalenhofer Straße aus, der auf die Fahrbahn zu stürzen drohte. Mit einer Motorkettensäge und unter Einsatz der Drehleiter wurde der Baum aus dem Verkehrsbereich entfernt.

Ein freiwilliger Löschzug war um 21 Uhr wegen Sturmschäden an einer Kfz-Werkstatt am Rosenkamp alarmiert worden. Hier wurden eine rund vier Quadratmeter große Werbetafel aus Blech und mehrere lose Teile am Gebäude, die herabzufallen drohten, gesichert.

Nicht mehr tätig werden musste die hauptamtliche Wache, die um 23.23 Uhr wegen eines Gefahrenbaumes zwischen den Anschlussstellen Tönisheide und Wülfrath auf die A535 aufgefahren war - die Polizei hatte das Holz bereits von der Fahrbahn gezogen. Dagegen trugen die drei Minuten später alarmierten freiwilligen Kräfte an der Straße Hinterm Berg im Langenhorst das Vordach eines Einfamilienhauses ab, das das Mauerwerk zu beschädigen drohte, weil der Sturm es immer wieder anhob.

Den zur Zeit letzten wetterbedingten Einsatz nahmen die Kollegen der hauptamtlichen Wache nachts um 2.58 Uhr in Neviges wahr. In einem ansonsten winzigen Rinnsal, das in einem Graben entlang des Umspannwerks an der Windrather Straße verläuft, hatte sich das Wasser an einer Rohrdurchführung aufgestaut und das Umspannwerk überflutet. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Wasser in den Schaltschränken nur noch eine Handbreit unter den stromführenden Teilen, so daß unmittelbar ein Ausfall der Station und damit ein kapitaler Stromausfall drohte. Ausgerüstet mit einer Wathose stellte ein Kollege eine Verstopfung der Rohrdurchführung fest, die nur mit brachialer Gewalt entfernt werden konnte - ein altes Speisfaß unbekannter Herkunft hatte die Röhre komplett blockiert. Nach Beseitigung des Hindernisses lief das Wasser wieder ungehindert ab, und nach rund 30 Minuten lag die Anlage wieder fast vollständig trocken. Der Einsatz der Feuerwehr war nach genau einer Stunde beendet.

Großes Glück hatte schließlich Sonntagabend eine 53-jährige Velberterin: Ihre Töchter hatten sie bewusstlos im Badezimmer vorgefunden und zugleich einen ungewöhnlichen Geruch festgestellt. Als die um 20.30 Uhr alarmierte hauptamtliche Wache und der Rettungsdienst in der Wohnung an der Poststraße eintrafen, schlugen sofort die Kohlenmonoxid-Warngeräte, die die Einsatzkräfte standardmäßig zum Eigenschutz mitführen, Alarm. Aus bislang unbekannter Ursache, die aber wahrscheinlich im Bereich der Heizungsanlage zu suchen ist, gab es in den Räumen eine erhöhte Konzentration des hochgiftigen Gases. Die 53-Jährige hatte zwischenzeitlich das Bewusstsein wiedererlangt und wurde nach Erstversorgung durch den Rettungsdienst zum Klinikum Niederberg transportiert, ebenso die übrigen drei Personen - die beiden 21 und 23 Jahre alten Töchter und ein junger Mann von 27 Jahren - die sich in der Wohnung aufgehalten hatten. Die 53-Jährige wurde noch in der Nacht zur Druckkammerbehandlung in eine Spezialklinik nach Wiesbaden gebracht. Die Feuerwehr belüftete die Wohnung und konnte ihren Einsatz nach einer Stunde beenden.
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