MdL Frank Hermann von der Piratenpartei besuchte Medienscouts am Geschwister-Scholl-Gymnasium

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Frank Hermann besuchte die Medienscouts am Geschwister-Scholl-Gymnasium.

Facebook, WhatsApp, Twitter und Co. Die Jugendlichen von heute präsentieren sich an vielen Stellen im Internet

. Doch nicht immer löst ein Selfie, also ein selbstgeschossenes Bild, nur Bewunderung aus. Immer häufiger leiden Kinder und Jugendliche unter Cybermobbing.

Medienscouts gibt es seit drei Jahren


Am Geschwister-Scholl-Gymnasium gibt es seit drei Jahren eine Medienscout-Gruppe. Die Jugendlichen sind speziell dafür ausgebildet, ihre Mitschüler im Umgang mit Medien zu schulen. Die älteren Medienscouts bilden den Nachwuchs aus, so dass das Wissen stets weitergegeben werden kann. Am Tag der offenen Tür des Gymnasiums präsentierte sich die Gruppe nicht nur, sie lud auch Frank Hermann, Mitglied des Landtags von der Piratenpartei, zu einem Gespräch ein. Dieser kam selbstverständlich mit dem Tablet unter dem Arm. „Das habe ich immer mit dabei“, sagt er.
„Wie sieht es denn bei euch mit der Technik aus?“, ist eine der ersten Fragen, die ihm unter den Nägeln brennt. „Wir haben viele Computer, aber kein WLan", sagt Rektor Reinhard Schürmann. Davon dass Smartphones an seiner Schule erlaubt sind, hält er bislang noch nicht viel. „Wir haben hier bewusst ein Handyverbot ausgesprochen. Denn wir möchten nicht, dass wenn es einmal zu einer Rauferei in den Pausen kommt, diese ins Netz gestellt wird.“ Wohl aber sei es mittlerweile Gang und Gebe, das Mobiltelefon zu Recherchezwecken auch im Unterricht zu nutzen. „wir möchten uns ja nicht vor der Technik verschließen.“

Die größte Gefahr ist Unwissenheit


Lehrer Tobias Möllendorf leitet die AG seit der ersten Stunde und weiß, dass es wichtig ist, Jugendlichen zu erklären, wie sie am besten mit den Medien umgehen. „WhatsApp ist beispielsweise erst ab 16 Jahren. Da die AGBs aber auf Englisch sind, ist das nicht verbindlich.“ Und es prüfe auch niemand nach. „Man sollte aber schon so alt sein, dass einem klar ist, dass die Dinge, die man via Internet versendet, auch immer dort bleiben“, weiß einer der Medienscouts Felix (14 Jahre). „Wer weiß, ob wirklich nur der Empfänger das Foto sieht, dass ich geschickt habe.“ Die größte Gefahr allerdings bestünde gar nicht darin, Medien zu nutzen, obwohl man dafür noch zu jung ist, sondern „die Gefahren des Internets nicht zu kennen.“ Und so informieren die Medienscouts gerade die Schüer der fünften bis siebten Klasse und sie sind auch immer Ansprechpartner, wenn jemand ein Problem hat.

Frank Hermann findet die Arbeit der Medienscouts wichtig


„Oft möchte man damit ja auch nicht zu seinen Eltern.“ Frank Hermann findet die Arbeit der Schüler wichtig und notwendig und weiß auch, dass man sich vor den technischen Entwicklungen nicht verstecken kann. Er hofft, wenn Landesmittel für eine größerere Digitalisierung zur Verfügung gestellt werden, auch von den Schulen dazu genutzt werden. Am GSG jedenfalls sei dort noch einiges machbar.
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