Abschied nach 34 Jahren - MH-Verwaltungsdirektor Janduda ging in den Ruhestand

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Kabarettistin Esther Münch las als Putzfrau Waltraud Ehlert Klaus-Peter Janduda (r.) die Leviten. (Foto: MH/Anette Wenzig)

Am Marien-Hospital Wattenscheid ist eine Ära zu Ende gegangen: Nach mehr als drei Jahrzehnten hat Klaus-Peter Janduda (62) seine Arbeit als Verwaltungsdirektor der Klinik für Altersmedizin beendet.

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft und einem kurzen Intermezzo im Haushalts- und Rechnungswesen der Knappschaft kam Janduda im Jahr 1979 als Assistent des Verwaltungsleiters ans Marien-Hospital, dessen Stellvertreter er später wurde. 1993 wurde Klaus-Peter Janduda selbst Verwaltungsdirektor und gestaltete die Umwidmung des Allgemein-Krankenhauses in eine Modellklinik für Geriatrie in den folgenden Jahren entscheidend mit.

Die Redner auf der großen Abschiedsfeier – darunter Propst Werner Plantzen, Dietmar Ewerling, Geschäftsführer des benachbarten Martin-Luther-Krankenhauses, Vivantes-Geschäftsführer Hans-Joachim Bovelet und Franz-Rainer Kellerhoff von der AG Bochumer Krankenhäuser – lobten Janduda nicht nur für seine ruhige, besonnene Art, sondern vor allem auch für seine hundertprozentige Loyalität zum Marien-Hospital und dessen Träger.
Thomas Drathen, Geschäftsführer des Marien-Hospitals, würdigte die Arbeit des scheidenden Verwaltungsdirektors: „Durch seine Arbeit über mehr als drei Jahrzehnte hat Klaus-Peter Janduda den Löwenanteil an der Entwicklung des Hauses geleistet und entscheidend mit dafür gesorgt, dass das Marien-Hospital heute so gut dasteht.“

Einen Blick auf allzu menschliche Seiten des scheidenden Verwaltungsdirektors gab Kabarettistin Esther Münch alias Putzfrau Waltraud Ehlert: Zum Beispiel auf die wahren Berge von gehorteten Akten und Unterlagen auf dem Schreibtisch und den Fensterbänken im Büro Jandudas, in denen er trotzdem stets auf Anhieb das richtige Schreiben gefunden hat. „Wenn der Mann hier aufhört und seinen ganzen Kram mitnimmt, dann habt ihr auf einmal so viel Platz – da könnt ihr fünf neue Büros einrichten“, witzelte sie.

Und last but not least gab es für Klaus-Peter Janduda noch eine im wahrsten Wortsinn große Überraschung: Bau-Ingenieur Jürgen Schott hatte für ihn im Garten der Klinik einen Bagger bereitstellen lassen, mit dem Janduda ein letztes Werk für das Haus beginnen konnte: den Abriss des längst leer gezogenen Wohnhauses hinter dem Marien-Hospital. Eine Aufgabe, die Janduda auch mit offensichtlicher Freude meisterte.

Obwohl Klaus-Peter Janduda das Marien-Hospital mit dem sprichwörtlichen lachenden und weinenden Auge verlässt, wird es ihm im Ruhestand sicher nicht langweilig werden: Drei Enkelkinder sorgen im Hause Janduda für Trubel – und dann ist da die Band, mit der Janduda seinem Hobby, der Rockmusik, frönt.
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