Leichtathletik: Verlorener Sohn wieder zurück

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Sebastian Ernst (rechts) kehrt nach einem Jahr in Leverkusen wieder an die Hollandstraße zurück. FOTO: Peter Mohr
Sprinter Sebastian Ernst startet im kommenden Jahr wieder für den TV Wattenscheid 01. Sein Jahr in Leverkusen blieb eine Episode, zumal er schon seit dem Sommer wieder an der Lohrheide beim Wattenscheider Sprintcoach André Ernst trainiert.

„Man trifft Entscheidungen“, sagt der Inhaber des deutschen Hallenrekords über 200 Meter, „mal passt es, mal weniger. Aber Lebenserfahrung hat’s gebracht.“ In Wattenscheid stand Ernst schon nach seiner Schalker Zeit zwischen 2006 und 2012 unter Vertrag. Nun ist er wieder zu Hause. „Back to the roots“, nennt er das und fügt hinzu: „Ich bin ein Ruhrpottkind. Einmal Ruhrpott, immer Ruhrpott. Hier fühle ich mich wohl.“

Ziel Zürich
Als wichtigstes Ziel fürs neue Jahr formuliert der Olympia-Halbfinalist von 2004 die EM-Teilnahme in der Schweiz. Nicht nur, weil das Letzigrund-Stadion eine Kultstätte der Welt-Leichtathletik ist und Zürich eine schöne Stadt. Sebastian Ernst will wieder richtig angreifen: „Die Einzelnorm über 200 Meter sollte drin sein. Ich war zwar dieses Jahr international nicht dabei, aber ansonsten eigentlich immer in den letzten Jahren.“ Und dann ein entwaffnend logischer Satz zu einer möglichen Rückkehr in die Sprintstaffel Deutschland: „Wenn man schnell läuft, sollte man auch schnell wieder in der Staffel sein.“

Freude auf die Hallensaison
Zunächst freut sich der „verlorene Sohn“, der nie wirklich weg war, auf die Hallensaison, in der er nicht zuletzt mit der Wattenscheider Staffel erfolgreich sein will: „Ein Meistertitel über 4x200 Meter mit Rekord, das wär’s!“ 2012 war er nicht dabei, als die Wattenscheider in Karlsruhe einen neuen Hallenrekord aufstellten. Und im Sommer würde der Rückkehrer auch nur zu gern mal einen Deutschen Rekord mit dem TV Wattenscheid 01 feiern – dann über 4x100 Meter. „Wir haben es jahrelang versucht und nicht geschafft“, sagt Sebastian Ernst. Die aktuelle Vereinsbestmarke der Wattenscheider Steffen Görmer, Marc und Holger Blume sowie Michael Huke (38,81 sec) feiert im nächsten Jahr bereits ihr 20-jähriges Jubiläum …
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