Reus knackte auch die 200-Meter-Norm

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Julian Reus knackte die 200-Meter-Norm. FOTO: Archiv
Der Wattenscheider Sprinter Julian Reus hat nach der EM-Norm über 100 Meter auch die Europameisterschaftsnorm für die 200 Meter in der Tasche.

Bei einem Wettkampf in Clermont (Florida), wo sich die deutschen Top-Sprinterinnen und -Sprinter auf den Sommer und vor allem die Staffel-WM in zwei Wochen vorbereiten, war Reus 20,55 Sekunden schnell. Damit blieb der Deutsche Doppelmeister fünf Hundertstel unter der vom DLV verlangten Marke.
„Die zweite Norm ist eingetütet, ich bin auf einem guten Weg Richtung Zürich“, war der Wattenscheider sehr zufrieden, zumal die vergangenen Trainingswochen nicht ohne waren: „In den letzten zwei, drei Wochen wurde schon ordentlich geknüppelt. Hinzu kommt die Hitze. 30 Grad beim Wettkampf – da hat die Spritzigkeit schon gefehlt.“ Auch über 100 Meter war Reus am Start. 10,33 und 10,34 Sekunden wurden gestoppt. „Das geht in den nächsten Wochen schneller“, verspricht der Mann vom TV Wattenscheid 01, für den vor der Staffel-WM auf den Bahamas nun kein Wettkampf mehr ansteht.

Zweitschnellster TV-01-Sprinter in Clermont war Christian Blum mit 10,43 Sekunden. Für Alexander Kosenkow wurden bei sattem Gegenwind 10,68 Sekunden gestoppt, für Sebastian Ernst 10,70 Sekunden. Alexander Kosenkow durfte sich zum Abschluss des Wettkampftages noch über eine 200-Meter-Zeit von 20,81 Sekunden freuen: „Das kann sich sehenlassen“, meinte der 01-Routinier, „auch wenn ich in der Kurve mit sehr starkem Gegenwind zu kämpfen hatte. Aber da ist noch ordentlich Luft nach oben. Auf den 100 Metern hatte sich leider der Wind gegen mich verschworen, der kam von allen Seiten. Und so konnte ich mich leider nicht für den Endlauf qualifizieren.“ Für die Sommersaison 2014 hat „Zülle“ auf jeden Fall beide Strecken fest im Blick – aber das kennt man ja von ihm. Christian Blum benötigte für die halbe Stadionrunde 21,18 Sekunden.
Der Deutsche Hallenmeister Robin Erewa verzichtete auf einen Start. „Er hatte nach dem Aufwärmen ein bisschen Probleme an der Narbe, die von seinem Faserriss herrührt“, erläutert Coach André Ernst, „da macht es keinen Sinn, mit halber Kraft anzutreten.“ Bei den Frauen war Wattenscheids Christina Haack im Einsatz: 11,74 Sekunden über 100 Meter, 23,88 über 200.
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