Hohe Ehrungen bei der Weseler Feuerwehr

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(Foto: Dirk Bohlen)
Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Wesel vergangenen Freitag in der Gaststätte Schepers wurden unter anderem die Feuerwehreinsätze des vergangenen Jahres reflektiert.

Thomas Verbeet konstatierte „keine großen Ausreißer im Jahr 2016“. Von insgesamt 647 Einsätzen waren 282 für den Brandschutz und 365 für technische Hilfeleistung gewesen. Im Jahr zuvor waren 240 Brandeinsätze nötig. Musste die Feuerwehr 2015 12 Menschen bei Bränden retten, war es 2016 nur ein Mensch.
Dies sei vor allem den Rauchmeldern zu verdanken, da die Feuerwehr durch sie früher gerufen wird und früher vor Ort sein kann.

Bei den 282 Brandeinsätzen galt es 9 Mittelbrände, jedoch keinen Großbrand zu löschen. Ein Brand, der kein Großbrand wird, weil die Feuerwehr „früh genug vor Ort ist und schlagkräftig eingreifen kann“, ist nur schlecht für die Statistik, jedoch ein Erfolg für die Feuerwehr weiß Verbeets Stellvertreter Christoph Hegering.
So setzt man auch im Brandschutzbedarfsplan von 2014 auf Vorbeugung.

Die technischen Hilfeleistungen stiegen von 290 im Jahr 2015 auf 365 im Jahr 2016, bedingt durch die zugenommenen Unfälle auf der A3.

Bei der Feuerwehr in Wesel hat bei Brandeinsätzen ein Umdenken stattgefunden.
Bei Kollegen in den Niederlanden abgeguckt wird bei Brandeinsätzen die Würfeltaktik angewandt. Dabei gilt es, den Brand am Übergreifen zu hindern, den Brandherd möglichst klein zu halten und vergleichbar einem Würfel zu sehen.

Wurde früher eine Tür eingeschlagen und der Wohnungsbrand mit Wasserschlauch bekämpft, verwendet man jetzt einen Vorhang vor der Tür, damit kein Rauch in den Flur gelangt und weiterhin als Fluchtweg dienen kann. Hinterm Vorhang kann dann gelöscht werden.

Auch wird schon mal ein Brand kontrolliert brennen gelassen, mit Löschschaum oder zu viel Wasser wird der Schaden unnötig ausgedehnt. So geschehen bei einem Strohballenbrand in Ginderich im Mai 2016.

Thema bei Schepers war auch das Isselhochwasser 2016. Während in Wesel keine Dammbrüche drohten, konnte die Feuerwehr ihre Einsätze wesentlich ruhiger planen und in den Nachbarkommunen tatkräftig aushelfen.

Viele Feuerwehrleute wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt.

Drei ehrenamtliche Feuerwehrleute wurden für ihre langjährige erfolgreiche Führungstätigkeit mit dem Deutschen Feuerwehrkreuz in Silber geehrt.

Diese Auszeichnung, vergleichbar mit dem Bundesverdienstkreuz, erhielten Robert Meyboom, Josef van Husen und Peter Hußmann. Dieses Kreuz hat in Wesel vor ihnen noch niemand erhalten.
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