Nach schwerem Unfall bei Dinslaken: Kreispolizei warnt vor Wildwechsel-Gefahren

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So ein Zusammenstoß kann für Mensch und Tier üble Folgen haben (Beispielfoto). (Foto: LK-Archiv)
 

In der Nacht zu Donnerstag kam es auf der Bergerstraße (zwischen Dinslaken und Kirchhellen) zu einem Wildunfall. Der Autofahrer blieb unverletzt, obwohl der Hirsch die Windschutzscheibe der Beifahrerseite durchschlug.

Dazu meint die Kreispolizei: Wildunfälle sind durchaus keine Einzelfälle. Mit Blick auf den bevorstehenden Herbst ist eine steigende Tendenz zu erwarten, da mit der beginnenden Paarungszeit mit verstärktem Wildwechsel zu rechnen ist. Dies ist jedoch nicht nur dort der Fall, wo entsprechende Verkehrszeichen (Wildwechsel) darauf hinweisen, sondern in ländlichen Gebieten überall, sogar innerhalb mancher Ortschaften.

Wildschweine treten immer in größerer Anzahl auf, aber auch die übrigen Tierarten sind selten allein unterwegs. Deshalb sollte man, wenn ein Tier die Straße quert, sofort bremsbereit sein und bleiben, denn oftmals folgen weitere Tiere.

Fahren Sie insbesondere dort, wo hoher Bewuchs durch Bäume, Sträucher oder Mais die Straße säumt, stets besonders achtsam, denn die Tiere sind mit einem Sprung sofort auf der Straße, ohne dass Sie diese vorher sehen können.

Weichen Sie bei höheren Geschwindigkeiten niemals aus, sondern bremsen Sie deutlich ab, während Sie das Lenkrad gerade und fest halten und blenden Sie ab, um den Tieren die Sicht zu ermöglichen. Achten Sie aber auch auf den nachfolgenden Verkehr, bevor Sie eine Vollbremsung wagen. Kommt es tatsächlich zu einer Kollision, schalten Sie sofort die Warnblinkanlage ein, sichern Sie unverzüglich die Unfallstelle und verständigen Sie über Notruf die Polizei!

Wird das Tier durch den Unfall getötet, lassen Sie es nicht auf der Fahrbahn liegen. Steigen Sie aus, stellen Sie das Warndreieck auf und ziehen Sie das Tier (möglichst unter Verwendung von Handschuhen) an den Straßenrand. Damit verhindern Sie, dass nachfolgende Fahrzeugführer dem toten Tier ausweichen müssen und gegebenenfalls von der Straße abkommen.

Nehmen Sie niemals verletztes oder getötetes Wild mit, denn schon dieser Umstand kann den Tatbestand der Jagdwilderei erfüllen.
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