Karina Pfau folgt auf Friedhelm Bierkant und ist neue IG BAU-Chefin im Kreis Wesel

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Karina Pfau (Foto: privat)

Neue Chefin bei der IG BAU im Kreis Wesel: Karina Pfau ist zur Vorsitzenden des
Bezirksverbands Duisburg-Niederrhein gewählt worden. Die 40-jährige Moerserin
übernimmt den Posten von Friedhelm Bierkant, der den Bezirk fast zehn Jahre lang
geführt hatte.

„Ganz oben auf der Agenda steht auch in Zukunft der Einsatz für die Beschäftigten in unseren wichtigen Branchen – dem Baugewerbe, der Gebäudereinigung, dem Dachdecker- und Malerhandwerk sowie der Land- und Forstwirtschaft“, sagt Pfau. Nur durch gute Löhne und Arbeitsbedingungen werde es gelingen, in Zukunft Fachkräfte für das Handwerk zu gewinnen. Außerdem setzt sie auf einen „starken Schulterschluss“ zwischen Haupt- und Ehrenamt in der IG BAU.

Die Gewerkschaft vertritt die Interessen von rund 9.500 Bauarbeitern und 11.200 Reinigungskräften in Duisburg und den Kreisen Kleve und Wesel. Karina Pfau sind insbesondere die Belange der Frauen ein Anliegen: „Am Niederrhein haben wir mit gut
44 Prozent bundesweit den höchsten Frauenanteil in der IG BAU – vor allem in der
Gebäudereinigung. Für eine Handwerksgewerkschaft ist das ordentlich.“ Gleichzeitig
gelte es, die Mitgliederentwicklung zu stärken, so Pfau. Die gebürtige Moerserin, die in
einem Ingenieurbüro arbeitet, ist auch Mitglied im Bundesfrauenvorstand der IG BAU.
Außerdem engagiert sie sich als ehrenamtliche Richterin am Duisburger Sozialgericht
und im DGB-Ortsverband Moers.

Ihr Know-how will Pfau nun in den Bezirksvorsitz einbringen – und auf „Rat und Tat“
ihres Vorgängers Friedhelm Bierkant bauen. „Das Ehrenamt ist eine schöne Aufgabe,
denn man stellt sich in den Dienst der Beschäftigten.“ Neue zupackende Hände könne
man bei der IG BAU Duisburg-Niederrhein gut gebrauchen. Dazu seien alle
Interessierten eingeladen.

Außerdem kündigt die neue Bezirkschefin an, sich in politische Debatten in der Region einzumischen. Pfau: „Im Wahljahr steht aus Sicht der Beschäftigten viel auf dem Spiel. Von der Reform der Arbeitslosenversicherung über die Eindämmung prekärer Jobs bis hin zur Zukunft der Rente – die IG BAU wird bei all diesen Themen ein Wort mitreden.“ Dazu gehöre auch eine „klare Absage“ an Populisten von rechts.
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