Katastrophenschutz braucht politische Unterstützung

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Rainer Keller (2.v.l.) erklärt Jürgen Preuß den Aufbau des Katastrophenschutzes im Kreis Wesel. Mit dabei sind die SPD Ratsfrauen Cirstin Rehberg (links) und Ruth Freßmann.
Wesel: Hanseviertel | SPD-Bundestagskandidat Jürgen Preuß besucht DRK in Wesel

Über den Katastrophenschutz im Kreis Wesel hat sich SPD-Bundestagskandidat Jürgen Preuß beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Wesel informiert. „Wir haben beiderseits des Rheins einen gut aufgestellten Katastrophenschutz. Dennoch muss die Politik für die Helferinnen und Helfer bessere Rahmenbedingung schaffen“, sagt der SPD-Politiker nach seinem Besuch.

Rainer Keller, Kreisbeauftragter für den Katastrophenschutz für den Kreis Wesel, machte am Isselhochwasser und der Flüchtlingsaufnahme im vergangenen Jahr die Aufgabenvielfalt der Katastrophenschützer deutlich. Insbesondere die Aufnahme der Flüchtlinge brachte die Hilfsorganisationen an die Grenzen des Machbaren. Während der Schutz der Bevölkerung im Regelfall Ländersache ist, habe es bei der bei der Verteilung der Menschen erhebliche Abstimmungsprobleme zwischen Landes- und Bundesbehörden gegeben. Jürgen Preuß sieht hier wesentlichen Verbesserungsbedarf. „Die Flüchtlingssituation ist keineswegs gelöst. Es kann jederzeit wieder Zuwanderung nach Deutschland und anderen EU-Ländern geben. Darauf müssen wir uns vorbereiten“, sagt er.

Jürgen Preuß, der bei seinem Besuch von den Weselern SPD-Ratsmitgliedern Ruth Freßmann, Cirstin Rehberg und Thorsten Albrecht begleitet wurde, nahm den Wunsch Rainer Kellers auf, die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen zu stärken. Es gebe zwar eine Erstattung für den Verdienstausfall, wenn die Helfer vom Arbeitsplatz weg zum Einsatz gerufen werden; die Arbeitgeber aber, beispielsweise kleine Handwerksbetriebe, blieben auf ihrem Produktivitätsausfall sitzen, so Keller. Jürgen Preuß nimmt auch die Forderung auf, dass sich der Bund wieder stärker an den Kosten für den Katastrophenschutz beteiligen solle. Preuß: „Nach dem Ende des Kalten Krieges hat sich der Bund immer weiter aus der Verantwortung zurückgezogen. Die Szenarien haben sich geändert, aber die Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung sind immer noch umfangreich.“
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