Standort neues Bad in Wesel

Anzeige
Wesel, 13.06.2017


An die
Bürgermeisterin der Stadt Wesel
Ulrike Westkamp



Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

mit großer Verwunderung nahm die Fraktion „Wir für Wesel“ den Vermerk der Verwaltung vom 02.06.2017 und ihre Stellungnahme vom 09.06.2017 zur Kenntnis. Anscheinend herrscht durch den bislang eingeschlagenen Weg große Konfusion über den möglichen Standort für ein neues Bad in Wesel. Wenn ich den bisherigen Informationsstand unserer Fraktion mit berücksichtige, dann wurde in den vergangenen Jahren das Standortproblem Kombibad am Rhein, eher im Zusammenhang mit fehlenden Retentionsräumen gesehen. Andere Planungsgrundlagen wurden immer zurückgestellt. Aufgrund der uns jetzt vorliegenden Vermerke und Stellungnahmen stellt sich jedoch heraus, dass bereits seit dem 26.10. 2015 eine negative Stellungnahme vom RVR vorliegt. Wir erwarten daher von der Verwaltung, dass die nachfolgenden Fragen umfangreich und vollständig beantwortet werden.

Frage 1)
Welche anderen Standorte sind neben dem Standort Rheinbad noch von der Verwaltung geprüft worden.

Frage 2)
Welche planungsrechtlichen Hindernisse lagen an den Alternativstandorten vor.

Frage 3)
Gibt es aus den ersten Ergebnissen des Sportentwicklungsplanes Standorte, die planungsrechtlich für ein Bad zur Verfügung stehen könnten.

Frage 4)
Aufgrund der hohen Kosten für die Verlegung der Kanäle und den Problemen bei der Berücksichtigung des Denkmalschutzes im Heubergpark, scheint eine Realisierung eines neuen Bades parallel zum Betrieb des Heubergbades nicht möglich.
Welche weiteren planungsrechtlichen Hindernisse sind beim Bau eines Bades im Heubergpark, insbesondere wenn der Heubergpark in seiner jetzigen Funktion und Baumbestand verloren geht, zu erwarten.

Frage 5)
Sollte der zuständige Dezernent des RVR Herr Tönnes die bisherigen Gespräche mit der Verwaltung der Stadt Wesel falsch interpretiert haben und ggfls. doch eine Genehmigung am Standort Rheinbad möglich sein, wie ist die zeitliche Abfolge für die weiteren Planungsschritte.

Frage 6)
Am Standort Rheinbad gibt es nach unseren Informationen einen langfristigen Pachtvertrag mit einem Restaurationsbetrieb. Wie lange dauert das Pachtverhältnis noch an und gibt es die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung.

Frage 7)
Der Minigolfplatz am Rheinbad erfreut sich in der Weseler Bevölkerung großer Beliebtheit. Auch dieser Minigolfplatz wird, falls ein Kombibad am Rhein entsteht, verloren gehen. Gibt es Planungen einen Alternativstandort für einen Minigolfplatz.

Frage 8)
Wenn die Fragen der Verlegung des gastronomischen Betriebes und des Minigolfplatzes bislang noch nicht geprüft worden sind, dann bitten wir die Frage zu beantworten, ob weitere planungsrechtliche Verzögerungen am Standort Rheinbad aufgrund der Pachtverhältnisse zu erwarten sind.

Frage 9)
Wie sieht das planerische Konzept aus, wenn weder am Rheinbad noch parallel zum Betrieb des Heubergbades, ein neues Bad gebaut am Heubergpark gebaut werden kann.

Frage 10)
Es ist bereits heute abzusehen, dass aufgrund des Betriebsalters sowohl das Bislichbad wie auch das Rheinbad kurz- und mittelfristig hohe Renovierungs- und Erhaltungsaufwendungen verursachen werden. Da die Bäder GmbH die notwendigen Bedarfs- und Standortanalysen nicht in Auftrag geben durften: Liegen bei der Verwaltung der Stadt Wesel konzeptionelle Überlegungen über die künftige Bäderlandschaft in Wesel vor, oder müssen die Bürger in Wesel befürchten, dass über Jahre ggfls. kein Schwimmbecken zur Verfügung steht.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Moll
Fraktionsvorsitzender „Wir für Wesel“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.