Wird nun jedes Fest zu einem Lärmproblem?

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Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wesel sieht auch Schützen- und Volksfeste sowie Karnevalsveranstaltungen durch Erlass des NRW-Umweltministers in Gefahr.

Nach der Katzen-Volkszählung im vergangenen Jahr jetzt das. Im Entwurf des Freizeitlärmerlasses schreibt das NRW-Umweltministerium dem Vernehmen nach für bestimmte Veranstaltungen in ortsnahen Lagen oder in Ortskernen eine strikte Obergrenze von 65 Dezibel (dB) vor. Das soll dem Geräuschpegel eines lauten Ge-sprächs oder von Kantinenlärm entsprechen. Ich frage mich, was den Umweltmi-nister antreibt? „Bei unseren zahlreichen Schützenfesten oder auch den gerade gefeierten Karnevalsveranstaltungen geht es durchaus schon mal lauter zu als in einer Ministeriumskantine!“ so der Fraktionsvorsitzende Jürgen Linz.

Bisher wurden den Kommunen bei der Genehmigung von Freizeitveranstaltungen Freiräume zugestanden, nun sollen sie verstärkt von Vereinen und anderen Aus-richtern Schallschutzgutachten einfordern, die bis zu 3.000,- Euro kosten können. „Das kann ein kleiner Schützen- oder Karnevalsverein gar nicht bezahlen“, weiß Linz. Der Vorsitzende der Christdemokraten im Weseler Rat befürchtet zudem, dass mehr Anwohner mit Blick auf den Erlass gegen die Volksfeste klagen. Linz weiter: „Über den Lärmschutz lässt sich theoretisch jede Veranstaltung kippen. Viele Veranstalter und insbesondere auch der Büdericher Sportverein hat da ja schon seine Erfahrungen machen müssen. Die vom grünen Umweltminister for-mulierten Ziele sind vollkommen unrealistisch. Selbst lachende und kreischende Kinder beim Kasperletheater verursachen mehr Lärm. So wird auch jedes Schul-fest zu einem Lärmproblem“, ist sich Linz sicher. Unsere Feste dienen auch in be-sonderem Maße dem Zusammenhalt in der Gesellschaft. Er fordert die rot-grüne Landesregierung auf, die von Umweltminister Remmel verlangte Verschärfung zu kippen.
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 12.02.2016 | 12:41  
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