Büdericher werten Weseler Karneval auf

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ein Teil des neuen Regimentsspielmannszuges Wesel
Die Prinzengarde der Kreisstadt kooperiert mit dem Büdericher Tambourkorps. Sponsoren finanzieren die Uniformen.

Erstmals in der 58-jährigen Geschichte kommt die Musik beim Einmarsch nicht vom Band, sondern von gestandenen Spielleuten. Denn dem Vorstand der Prinzengarde, die zum Bürger-Schützen-Verein Wesel gehört, ist es nach gut einjähriger Vorbereitungsphase und zahlreichen Gesprächen gelungen, eine Kooperation mit dem Tambourkorps Büderich von 1929 einzugehen. Um es auf den Punkt zu bringen: Von Aschermittwoch bis Karnevalsbeginn am Elften im Elften treten die 44 Musiker aus Büderich in der blauen Uniform des Tambourkorps auf. In der fünften Jahreszeit jedoch schlüpfen sie in das prächtige, für sie eigens produzierte Prinzengarden-Outfit, um als Mitglieder des Regimentsspielmannszuges der Prinzengarde durch die jecke Zeit zu touren.

"Wir sind stolz und sehr glücklich, dass wir in den Sondierungsgesprächen und der Abstimmung unserer Termine zu dieser Zusammenarbeit gekommen sind, die zweifelsohne gut ist für den Karneval in Wesel", sagt Christian Herbers in seiner Funktion als Kommandeur der Prinzengarde.

Den ersten offiziellen Auftritt hatten die Regimentsspielleute bereits am 11. November. Dort zog die Prinzengarde mit insgesamt 100 Personen ab 15.11 Uhr vom Berliner Tor durch die Fußgängerzone zum Willibrordi-Altenheim. Dort wurde das Wagenbauprojekt des Heims für den Rosenmontagszug präsentiert.

Dass die Prinzengarde um die Gunst der Büdericher Musikanten geworben hat, hängt zum einen mit dem guten Ruf des Tambourkorps zusammen, das unter anderem von den Organisatoren des großen Neusser Schützenfestes gebucht wird. "Es ist aber nicht nur die Qualität der Büdericher. Sie sind auch tief im Brauchtum verankert und aktiv in der Ausbildung junger Leute. Die passen einfach gut zu uns", schwärmt Herbers. Weil die Büdericher in der gesamten Karnevalszeit auch in anderen Städten als Regimentsspielmannzug der Weseler Prinzengarde auftreten werden, dürfte dies auch gut fürs Image des Weseler Karnevals sein.

Zum Regimentsappell wurden in erster Linie private Sponsoren und Vertreter von Weseler Firmen eingeladen, die das Projekt finanziell unterstützt haben. Ein Privatmann war nach Angaben von Christian Herbers von der Kooperationsidee derart begeistert, dass er die Hälfte des Geldes, das für die Produktion der 44 Uniformen nötig wurde, "bar auf den Tisch gelegt hat". Ein anderer Freund des Weseler Karnevals hat die Trommeltücher und den Wimpel für den Schellenbaum aus eigener Tasche bezahlt. "Wir sind allen so dankbar und stolz, dass wir das alles geschafft haben, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen", betont Herbers. "Jetzt starten wir mit Vollgas in die neue Session."
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