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Die Schüler der 9. Klasse lernten unterschiedliche Höfe in Deutschland und Umgebung kennen.

Der Mai war dieses Jahr ein ganz besonderer Monat für die Rudolf-Steiner-Schule (RSS), da die 9. und 10. Klasse ihre dreiwöchigen Praktika absolviert haben und einen Einblick in die verschiedensten Berufe bekommen haben.

Die Praktikumsstellen haben sich die Schüler der 10. Klasse im Vorfeld selber ausgesucht. Die Schüler der 9. Klasse hatten als Vorgabe ein Landwirtschaftspraktikum alleine oder zu zweit auf unterschiedlichen Höfen abzulegen. Die meisten der Höfe befanden sich in Deutschland. Drei Jugendliche haben ihr Praktikum jedoch in England und im französischsprachigen Teil Belgiens gemacht. Hier konnten sie neben den landwirtschaftlichen Tätigkeiten auch ihre Sprachkenntnisse verbessern. Die tägliche Arbeit gestaltete sich ganz unterschiedlich. Viele Schüler arbeiteten in der Zucht- und Nutztierhaltung, andere hatten ihren Schwerpunkt beim Gemüse- und Getreideanbau oder im Weinbau. Zwei Schülerinnen bekamen auf ihrem Hof auch einen Einblick in die Arbeit mit behinderten Menschen. Die allgemeine Meinung der Klasse war, dass die Landwirte sehr nett und freundlich waren. Es gab viel leckeres zu essen und trotz langer Arbeitstage und vieler „Praktikantenarbeiten“ genügend Freizeit. Jeder Schüler hatte die Aufgabe, eine Praktikumsmappe zu erstellen und sich mit einem vertiefenden Thema rund um die Landwirtschaft auseinander zu setzen. Als vertiefende Themen wählte die Jugendlichen zum Beispiel "Klimawandel durch Nutztierhaltung", "Funktionieren eines Melkroboters", "Herstellung und Vermarktung von Milch und Käse" oder "Aufbau und Funktion einer Biogasanlage".
Bei den Schülern der 10. Klasse spielten Neigungen und Interessen eine Rolle, wie auch praktische Gründe. So schauten sich zwei Schülerinnen der 10. Klasse, die selber gerne fotografieren, ein Fotostudio für die Fotobuchherstellung an. Ein paar der Jungen absolvierten ihr Praktikum in einer Autowerkstatt. Andere Praktikumsstellen waren im Theater, Kindergarten, Gartenbau oder Einzelhandel. Auch in die Architektur, bei einer Bank und in die Stadtbücherei schnupperten die Jugendlichen hinein. Das Praktikum hat bei einigen Jugendlichen ihren Berufswunsch bestätigt. So bei einem Jungen, der gerne Automechatroniker werden möchte. Für andere wurde dadurch klar, dass sie in diesem Beruf nicht arbeiten möchten. Die Schüler waren insbesondere dann von ihrem Praktikum begeistert, wenn sie dabei etwas lernen konnten und etwas selber tun und umsetzen durften.
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