Deutschland hat eine halbe Million Armutsrentner

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Der Weg ist das Ziel

"Die Rente ist sicher!", sagte einst Ex-Arbeitsminister Norbert Blum und meinte wohl seine eigene üppige Altersversorgung. Inzwischen sind viele der
20 Millionen Ruheständler wegen vieler Verschlechterungen mit dem Rentensystem, das mal als vorbildlich galt, unzufrieden.

Mit der Wiedervereinigung anno 1990, als die Rentenansprüche der ehemaligen DDR-Bürger nicht aus dem gesamtdeutschen Steuertopf finanziert, sondern einfach den Rentenkassen aufgebürdet wurden, begann der rasante Abbau. Danach jagte eine "Rentenreform" die andere und höhlte das System immer mehr aus. Altersgrenzen wurden schamlos angehoben, Anrechnungszeiten für Ausbildung abgeschafft, Berechnungsverfahren umgestellt.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass nicht nur immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren, sondern dass das gesetzliche Rentenniveau von derzeit circa 48 Prozent des Durchschnittseinkommens bis 2030 auf mickrige 43 Prozent sinken wird. Die Folge: Vielen Rentnern droht trotz avisierter kräftiger Rentenerhöhung in 2016 der Absturz auf Hartz-IV-Niveau. Lag die offizielle Zahl der Armutsrentner 2005 noch bei 343.000, waren es im vergangenen Jahr schon 512.000 - was zu einer enormen Steigerung um fast 50 Prozent in 10 Jahren führte.

Nicht verwunderlich, dass bei einem Kollegentreff ein fast schon an "Schwarzen Humor" erinnernder Dialog stattfand: "Hermann, weißt du was, eigentlich stehe ich der Sterbehilfe gar nicht mehr so ablehnend gegenüber." Worauf Pensionär Hermann antwortete: "Ich ahne auch den Grund: Du hast dir sicherlich schon deine Rente ausrechnen lassen ..."

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