Rathausfassade: Grünes Licht für gelben Putz

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Es ist entschieden: Das Rathaus wird nach der Sanierung wieder gelb. Ein warmer, sandiger Farbton soll es sein, der dem ähnelt, den das Gebäude zur Zeit seiner Erbauung hatte.
Witten: Rathaus |

Ende Juli begannen die Gerüstarbeiten an der Süd-West-Fassade des Rathaus-Südflügels, denn dieser Teil des Rathauses ist der erste Bauabschnitt einer geplanten vollständigen Sanierung.

Seither wird „auf den Putz gehauen“, oder richtig gesagt: Der alte Putz wird fachmännisch entfernt, weil er durch einen Anstrich mit Kunststofffarbe in den 1970er Jahren so beschädigt wurde, dass er nicht erhalten bleiben kann. Welchen neuen Putz wählt man also?

Der alte Putz muss runter – und dann?

Die Entscheidung über den neuen Putz fiel am Dienstag (8. September) und war ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Sanierung des Rathauses. Denn „außen hui“ gehört bei einer vollständigen Sanierung ganz sicher dazu. Ergebnis der Beratungen: Nach enger Abstimmung zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Obere Denkmalbehörde), der Unteren Denkmalbehörde im städtischen Planungsamt sowie dem Gebäudemanagement der Stadt Witten stand am Ende fest, dass es ein warmer, sandiger Farbton wird, der dem Erscheinungsbild des Rathauses zur Zeit seiner Erbauung entspricht. Dieser mineralische Edelputz hat auch das Einvernehmen der Denkmalpflegerin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Grünes Licht also für einen „gelben“ Putz“! Aufgetragen wird er voraussichtlich ab Ende der kommenden Woche.

Neuer Putz entspricht der originalen Zusammensetzung


Im Vorfeld wurde dafür der historische Putz mittels Bohrkernproben an unterschiedlichen Stellen untersucht. Anhand der Proben und Recherchen in den alten Bauakten konnte die originale Zusammensetzung des Putzes, Farbigkeit und Körnung ermittelt werden. Basierend auf diesen Informationen legte der ausführende Stuckateurbetrieb mehrere Proben auf mobilen Tafeln an, die vor Ort in einem letzten Feinabgleich mit freigelegtem Originalputz verglichen wurden.

Wer auf das ausgewählte Muster einen ersten Blick werfen möchte, kann es sich im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz (ASU) am 17. September von den Zuschauerstühlen aus ansehen. Dort wird es gezeigt und noch einmal mündlich darüber berichtet.
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Michael Bluhm aus Witten | 11.09.2015 | 15:43  
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